Seggern, Hille von2004-05-182020-01-042022-11-252020-01-042022-11-2520043-923517-48-3https://orlis.difu.de/handle/difu/133733Die Beiträge stellen sich aus feministischer Sicht die Frage, inwieweit die Marginalisierung von dezentralen Abwasserlösungen einem als männlich definierten Denken in der Siedlungswasserwirtschaft zuzuschreiben ist. Dafür wurden zum einen ausgewählte Bereiche der Siedlungswasserwirtschaft unter erkenntnistheoretischen Aspekten analysiert. Zum anderen wurde die Realisierbarkeit von dezentralen Abwasserlösungen in einem fiktiven Entwurf und exemplarisch an einer Kommune mit 100.000 Einwohnerinnen überprüft. Die Ergebnisse zeigen, dass die Siedlungswasserwirtschaft von als männlich definierten Denkstrukturen geprägt ist, was sich im selbstverständlichen Anspruch einer umfassenden Beherrschung von Naturvorgängen niederschlägt. Vor diesem Hintergrund konzentriert sich die wissenschaftliche Aufmerksamkeit z.B. auf hochtechnologisierte Reinigungsverfahren, bei denen biologische Vorgänge fragmentiert und mit Mitteln der Verfahrenstechnik neu organisiert, optimiert und gesteuert werden. Umgekehrt wird dezentralen Abwasserlösungen, die weitgehend auf sich selbst organisierenden mikrobiologischen Umsetzungsprozessen beruhen, nur ein Schattendasein gewährt. Eine vergleichende Betrachtung ergibt, dass dezentrale und zentrale Abwasserlösungen gleichwertig sind, eine Dezentralisierung der Abwasserbeseitigung und Abwasserreinigung auch in städtischen Siedlungsgebieten in größerem Umfang machbar ist. Bei entsprechenden konzeptionellen Überlegungen kann sie eine ästhetische Bereicherung, ein Impuls zur Freiraumentwicklung sowie ein beachtlicher Beitrag zur nachhaltigen Siedlungsentwicklung bzw. zur Sicherung der Ressource Wasser sein. goj/difuAbwasser als Bestandteil von Stadtlandschaft. 2. Aufl.Graue LiteraturDF8020AbwasserStadtlandschaftEntsorgungDezentralisationAbwasserreinigungAbwasserbeseitigungKläranlageVergleichSiedlungswasserwirtschaftFallbeispielNachhaltigkeit