Klemmer, Paul1998-03-132020-01-032022-11-262020-01-032022-11-261995https://orlis.difu.de/handle/difu/23756Die vorliegende Studie geht kritisch auf einige aktuelle Regionalvergleiche ein, die in der Presse größere Aufmerksamkeit fanden ("Städte- und Regionenvergleiche von Empirica und FOCUS", "Stärken und Schwächen des Ruhrgebiets im Vergleich (EMNID)" und "Das Image des Ruhrgebiets in Europa (EMNID)"). Die hier behandelten Städtevergleiche sind mit einigen gravierenden Problemen verbunden, die ihre Aussagekraft beachtlich einschränken. Besonders hervorzuheben ist die abgrenzungsbedingt begrenzte Vergleichbarkeit der Beobachtungseinheiten, die sich vor allem dort bemerkbar macht, wo Merkmale auf die Wohnbevölkerung oder Fläche bezogen werden. Vielfach werden Variablen (Wertschöpfungsgrößen, Umweltdaten, Versorgungsgegebenheiten, Arbeitsmarktdaten usw.) verwendet, die nur bei regionaler Betrachtungsweise sinnvolle Ergebnisse liefern. Unberücksichtigt bleiben lagebedingte Besonderheiten, bei denen selbst Großstädte bzw. ihre Bürger von den Leistungen benachbarter Metropolen profitieren. Unberücksichtigt bleiben auch die Ansätze zu einer intraregionalen Arbeitsteilung, wie sie im Ruhrgebiet beobachtet werden können. Letztlich wird unterstellt, es handle sich um Mono-Zentren mit eigenem Hinterland und geringer Nachbarschaftskonkurrenz. Tendenziell führt dies vor allem zu einer Fehlbewertung der Ruhrgebietsstädte. - (n.Verf.)Kritische Bestandsaufnahme von Städte- und Regionenvergleichen.MonographieB96090241SiedlungsstrukturStadtStadtstrukturRegionAttraktivitätBewertungsmethodeTypisierungIndikatorStandortfaktorRegional