Müller-Kleißler, RenateRach, Diethard1990-06-062020-05-202022-11-262020-05-202022-11-261989https://orlis.difu.de/handle/difu/555668Kennzeichnend für die Umsatzentwicklung von Bauland in den 80er Jahren ist die kontinuierliche Abnahme von Baulandübereignungen bei "baureifem Land" und bei "Rohbauland", während die Umsätze von "Industrieland" stark zugenommen haben. Die Umsatzeinbrüche treffen vor allem die wirtschafts- und strukturschwachen Räume und von daher insbesondere die kleineren Gemeinden mit weniger als 50 000 Einwohnern. Zur Erklärung der Marktgeschehnisse fehlen empirische Belege zu trendbildenden individuellen Marktentscheidungen. Als Ursache für die Umsatzrückgänge kann jedoch eine Marktsättigung aufgrund einer "Veralterung" der Bevölkerung sowie der Verringerung der Haushaltsgröße vermutet werden. Daneben tragen alternative Erwerbsmöglichkeiten wie Fertigimmobilien und Wohnungseigentum zur Verringerung der Baulandmarkttätigkeit bei. Wirtschaftlich erzwungene Investitionsabstinenzen werden besonders im ländlichen Raum bei hoher Arbeitslosigkeit wirksam. In den urbanen Räumen macht sich dagegen der Kaufkraftschwund mit den Folgen Erwerbsverzicht oder Grundstücksgrößenverkleinerung besonders bemerkbar. Tendenziell kann gesagt werden, daß steigende wirtschaftliche Zukunftschancen marktstabilisierend wirken. Regional wird für die Wirtschaftszentren in den nächsten Jahren hinsichtlich Umsatz und Preis eine progressive Marktentwicklung, in den ländlichen Gebieten dagegenBodenmarktRegionalBaulandBodenpreisLändlicher RaumBevölkerungsstrukturWirtschaftsentwicklungSiedlungsstrukturVerdichtungsraumDer Baulandmarkt in der Bundesrepublik Deutschland. Strukturen u. Entwicklungstrends.Zeitschriftenaufsatz143548