Brunner, Hans Rudolf Alfred1985-03-222020-05-202022-11-262020-05-202022-11-261982https://orlis.difu.de/handle/difu/511303Die Arbeit führt in die Problematik verstädteter ländlicher Räume ein, wobei zwei Aspekte besonders herausgehoben werden: die nebenberufliche Landwirtschaft und die Sozialbrache.Konzeptuell geht es um die landschaftlichen Wirkungen sozialer Strukturprozesse, den sogenannten Kulturlandschaftswandel, der auch ein sozialer Wandel ist.Das Ziel der Arbeit besteht darin, den Zusammenhang zwischen der nebenberuflichen Landwirtschaft und der Sozialbrache nachzuweisen.Zu diesem Zweck werden die modernen Brachlandphänomene in zwei unterscheidbare Typen unterteilt: Wirtschaftsbrache (betrieblich motiviert) und Sozialbrache (sozio-kulturell motiviert).Das Unterscheidungsmerkmal ist der Besitzer des Brachlandes.Die Sozialbrache entsteht durch die Aufgabe der Bewirtschaftung ganzer Landwirtschaftsbetriebe, womit die bisherigen Bewirtschafter aus der Landwirtschaft ausscheiden.Es sind vor allem die nicht entwicklungsfähigen Kleinbetriebe, welche aufgegeben werden müssen.Als kritische Betriebsgröße erwies sich in der Schweiz die 5 ha-Marke.Im Rahmen der gesellschaftlichen Problematik im ländlichen Raum kommt dem Verhalten der nebenberuflichen Landwirte eine immer entscheidendere Rolle zu, da sich bei ihnen ein Wandel von ökonomischen zum ökologischen vollzieht, was nach Meinung des Verfassers auch bei einer modernen Agrarpolitik berücksichtigt werden muß. im/difuLändlicher RaumSozialwandelAgrarpolitikSozialbracheLändliche SoziologieIndustrialisierungNebenerwerbIndustriegesellschaftSoziographieSiedlungsstrukturWirtschaftPrimärsektorDer ländliche Raum im Umbruch der Industriegesellschaft. Zur Soziologie der nebenberuflichen Landwirtschaft und der Sozialbrache.Graue Literatur094001