Schmude, Jürgen1991-10-082020-05-202022-11-262020-05-202022-11-261989https://orlis.difu.de/handle/difu/565589Der Lehrberuf gilt weithin verbreitet als "typischer" Frauenberuf. In den 60er Jahren wurde sogar von einer "Feminisierung" des Lehrberufs gesprochen. Gemeint war damit jedoch ausschließlich der Volksschullehrberuf, haben sich doch die Geschlechterproportionen in den verschiedenen Lehrberufen sehr unterschiedlich entwickelt. Wesentliche Ursache dafür war die Tatsache, daß der Grund- und Hauptschullehrberuf (ehemals Volksschullehrberuf) schon bald ein geschlechtsspezifisches Berufsprestige entwickelte. Entsprechend wurden männliche und weibliche Berufsträger regional und sozial unterschiedlich rekrutiert und eingesetzt. Das für Männer weitgehend unattraktive Berufsfeld wurde nach dem Zweiten Weltkrieg "feminisiert" (Frauenanteil 1975: 75 %). Im Gegensatz zu dieser Entwicklung hat der Beruf des Professors und der Beruf der Professorin seit jeher ein hohes soziales Prestige, gehören die Berufsträger ein und derselben sozialen Gruppe an. Entsprechend "verteidigten" die Männer als traditionelle Berufsträger "ihr" Berufsfeld gegen die seit 1920 zur Habilitation zugelassenen Frauen. difuLehrerFrauenanteilHauptschuleGrundschuleHochschuleRaumwirksamkeitZeitbudgetUntersuchungZielkonfliktSchuleZur Analyse von Lehrkörperstrukturen im raum-zeitlichen Kontext. Die Entwicklung des Frauenanteils am Lehrkörper der Grund- und Hauptschulen und im akademischen Lehramt.Aufsatz aus Sammelwerk153568