Mußhoff, OliverHirschauer, Norbert2012-01-192020-01-042022-11-252020-01-042022-11-2520110931-0983https://orlis.difu.de/handle/difu/173963Bislang kommen zur Abschätzung der Folgen verhaltenssteuernder politischer Maßnahmen hauptsächlich Rational-Choice-Modelle zum Einsatz, die von der Verhaltensannahme eines vollständig informierten und ausschließlich gewinnmaximierenden homo oeconomicus ausgehen. Reale Wirtschaftssubjekte verfolgen aber in aller Regel Mehrfachziele. Sie verhalten sich zudem begrenzt rational. Deshalb besteht bei Rational-Choice-Ansätzen die Gefahr, dass Art und Geschwindigkeit des Anpassungsverhaltens an veränderte Rahmenbedingungen falsch eingeschätzt werden. Vor diesem Hintergrund geht die Untersuchung zwei Fragen nach: Erstens, können die bisher hauptsächlich zu Lehrzwecken verwendeten Unternehmensplanspiele so angepasst werden, dass sie als kostengünstige experimentelle Methode für die Politikfolgenabschätzung einsetzbar. sind? Zweitens, können durch die explorative Durchführung von Planspielen mit "Convenience Groups" (z.B. Studierende) Hinweise auf Verhaltensmuster gewonnen werden, denen man im Rahmen spezifischerer Studien nachgehen sollte? In dem beschriebenen mehrperiodischen Planspiel leiten die Teilnehmer ein landwirtschaftliches Unternehmen und werden mit verschiedenen Politikmaßnahmen zur Stickstoffreduzierung konfrontiert. Die studentischen Planspielunternehmer reagieren sehr unterschiedlich auf die verschiedenen Maßnahmen, auch wenn sich diese in ihrer Gewinnwirksamkeit nicht unterscheiden. Dies ist ein Hinweis, dass die je Euro Steuermittel erzielbaren Verhaltensänderungen und damit die Kosteneffizienz (und Smartness) staatlicher Maßnahmen maßgeblich von ihrem konkreten Design abhängen.Bereitstellung ökosystemarer Dienstleistungen. Eine experimentelle Folgenabschätzung politischer Steuerungsinstrumente der Stickstoffreduzierung.ZeitschriftenaufsatzDM11123026UmweltschutzVerhaltenAgrarpolitikLandwirtschaftStickstoffPlanspielVerhaltenssteuerungPolitikinstrumentPolitikfolgenabschätzungLandwirtschaftsbetriebStickstoffelimination