1997-05-222020-01-032022-11-262020-01-032022-11-2619960303-2493https://orlis.difu.de/handle/difu/24896Konflikte in Großstadtregionen werden häufig immer noch als "Stadt-Umland-Konflikte" pauschalisiert, in denen sowohl die Kernstädte als auch ihr Umland für sich beanspruchen, zugunsten des jeweils anderen im Nachteil zu sein. Die einen argumentieren damit, Arbeitsplätze und Infrastruktureinrichtungen für die gut verdienende, ins Umland abgewanderte Bevölkerung bereitzustellen. Statt eines Ausgleichs müßten sie auch noch überdurchschnittlich hohe Transferleistungen für die "eigenen" finanzschwächeren Bevölkerungsgruppen aufbringen. Die anderen verweisen darauf, daß sie als Lieferant natürlicher Ressourcen eine "dienende" Funktion für "überlastete" Großstädte ausüben. Aus der Sicht der Raumordnung werden vor allem die Verknappung der natürlichen Ressourcen, die Verkehrsbelastungen und das ungebremste Wachstum der Großstadtregionen problematisiert und auf die räumliche Arbeitsteilung im Stadt-Umland-Kontext zurückgeführt. Wie sehen Stadt-Umland-Beziehungen heute und im einzelnen tatsächlich aus? Wie stark sind die Konflikte in Großstadtregionen ausgeprägt, wo bahnen sich neue Konfliktpotentiale an und welche erfolgversprechenden Konfliktlösungsansätze gibt es? Beispielgebend werden hier Untersuchungsergebnisse zu raumordnerischen und interkommunalen Konfliktkategorien aufgezeigt. Anhand der Indikatoren Wasserversorgung, Abfallentsorgung und Berufspendlerbeziehungen kommt ein räumlich differenziertes und sektoral zum Teil auch überraschendes Bild zustande. - ???Stadt-Umland-Beziehungen. Themenheft.ZeitschriftenaufsatzB97020110StadtregionGroßstadtStadtumlandKommunale ZusammenarbeitArbeitsteilung