Mückenberger, Ulrich2001-02-212020-01-042022-11-252020-01-042022-11-2520003-86108-731-6https://orlis.difu.de/handle/difu/78363Dass die urbanen Zeitabläufe und deren Organisation, deren gute oder schlechte Organisation viel mit der Lebensqualität und dem Wohlbefinden der in der Stadt lebenden Bürger zu tun haben, ist heute Gemeingut. Die Medien haben sich des neuen Themas bemächtigt: "Zeitwohlstand" wird gefordert, der "Kampf gegen die Zeitdiebe" ausgerufen. Das öffentliche Nachdenken über "Tempi della città" hat auch in Deutschland begonnen. Zu denen, denen Zeit gestohlen wird, gehören auch diejenigen, über deren Zeit ohne ihre Zustimmung verfügt wird: im Stau, im Wartesaal, vor verschlossenen Schaltern und Ladentüren, in der Schlange vor der Kasse, im Stress etc. Die "Bestohlenen" beginnen, sich gegen die "Diebe" zur Wehr zu setzen. Ein zunehmender Teil der Bürger - Frauen vermutlich häufiger als Männer - fragt sich, ob die herkömmlichen Vorkehrungen und Abläufe des täglichen Lebens, die ihren Alltag unter einen offenbar zunehmenden Stress setzen, eigentlich so sein müssen, wie sie sind. Modelle, Projekte und Experimente für die Verbesserung der Bedingungen des Alltags werden gemustert, entwickelt und erprobt. Oft reicht schon eine bessere Zeitorganisation, um Alltagsprobleme zu lösen: eine Samstags-Sprechstunde, Rufbereitschaft usw. Nicht selten aber ergibt die Erforschung trivial erscheinender Alltagsprobleme auch Anhaltspunkte für die Notwendigkeit der Einrichtung neuartiger Dienstleistungen, der Umstrukturierung von Behörden und Verwaltungen, neuartiger kommunaler Planungsverfahren ö.ä. difuZeiten der Stadt. Reflexionen und Materialien zu einem neuen gesellschaftlichen Gestaltungsfeld. 2. erw. Aufl.MonographieDW6976GesellschaftsordnungStadtZeitAblaufArbeitszeitReflexionNeuordnungOrganisationGewerkschaftSozialstrukturLebensqualitätKommunalpolitikVergleichsuntersuchungNetzwerkAlltagStressZeitorganisationZeitwohlstand