Panhölzl, Brigitte2009-09-292020-01-042022-11-252020-01-042022-11-252009https://orlis.difu.de/handle/difu/142581Historisch gewachsene Rebterrassen an steilen Hängen bilden ein besonders eindrucksvolles Zeugnis des historischen Weinbaus. Sie gliedern die Steillagen in stufenförmige Strukturen, welche die Arbeit am Rebstock erleichtern, die Begehbarkeit verbessern und Abschwemmungen bei Starkregen abmindern. Weitere Bauelemente sind Trockenmauern und Steintreppen, die verschiedene Funktionen übernehmen. Sie dienen der Stabilität der Hangterrassen sowie der Wärmespeicherung, die eine nächtliche Abkühlung der Weinbergfläche verhindert. Durch die Trockenbauweise entstehen zahllose Fugen, die wärmebedürftigen Tieren und Pflanzen als Lebensraum dienen. In dem Beitrag wird der Weinberg am Dottinger Castellberg beschrieben. Um die historische Anlage in seiner ursprünglichen Form zu erhalten, wurde ein Sanierungskonzept erstellt, das unter der Federführung der Gemeinde Ballrechten-Dottingen in einer beispielhaften und erfolgreichen Kooperation mit verschiedenen Akteuren umgesetzt wird. Die Sanierungsmaßnahme wird wissenschaftlich begleitet durch das Institut für Landespflege der Universität Freiburg/Breisgau und gehört zu einem der sechs Modellprojekte, die in das Forschungsprojekt "Bedeutung, Wahrnehmung und Entwicklung von traditionellen Weinbaulandschaften" aufgenommen wurden. Hierbei soll in einer europaweiten Untersuchung festgestellt werden, wie traditionelle Weinbaulandschaften im Sinne der Denkmalpflege, des Naturschutzes sowie der Interessen der Winzer gemeinsam für die Zukunft weiterentwickelt werden können.Das etwas andere Denkmal: Castellberg-Projekt in Ballrechten-Dottingen.ZeitschriftenaufsatzDH15124DenkmalschutzDenkmalpflegeNaturschutzKulturlandschaftLandschaftstypMittelgebirgeLandwirtschaftliche BodennutzungWeinbauHistorische AnlageTerrasseTreppeMauerÖkosystemSanierungsmaßnahmeModellversuch