Hafeneger, BennoLindner, WernerMay, Michael2009-03-032020-04-272022-11-292020-04-272022-11-2920081612-1864https://orlis.difu.de/handle/difu/270320In einem kürzlich veröffentlichen Aufsatz problematisieren Christian Pfeiffer sowie seine MitarbeiterInnen Susann Rabold und Dirk Baier vom Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen (KFN) (2008) auf der Grundlage einer Befragung von 3.661 Jugendlichen der neunten Schulklassen in Hannover die Wirkungen von Jugendarbeit. Zentraler Befund der Studie ist, dass sich in Jugendzentren problematische Jugendliche "zusammenballen". Behauptet wird, dass viele von ihnen aus sozial belasteten Milieus stammen sowie Cliquen angehören, die sich unangepasst verhalten und zu Gewalt neigen. Die zuspitzende Kernthese lautet: "Der Besuch von Freizeitzentren erweist sich auch unter Berücksichtigung einer Reihe zentraler Risikofaktoren als eigenständiger Verstärkungsfaktor für gewalttätiges Verhalten. Weiter ist von einem 'Gewaltverstärkungseffekt', den der Besuch von Jugendzentren nun einmal entfaltet", die Rede. Solche Aussagen müssen Jugendarbeit beunruhigen, zumal Christian Pfeiffer in der Vergangenheit schon verschiedentlich den Zweck von Jugendarbeit radikal infrage gestellt hat und mit entsprechenden Positionen bei den Medien beliebt ist. Auch in: Deutsche Jugend, 57 (2009) Nr. 1, S. 7-15Jugendhäuser als Verstärker von Gewalt? Kritische Anmerkung zu einer Studie von Christian Pfeiffer, Susann Rabold und Dirk Baier.ZeitschriftenaufsatzDR16427SozialverhaltenJugendlicherSozialarbeitJugendhilfeJugendzentrumFreizeitzentrumUntersuchungBewertungDelinquenzJugendgewaltJugendarbeit