Häußermann, Hartmut1980-02-022020-05-202022-11-262020-05-202022-11-261976https://orlis.difu.de/handle/difu/453223Arbeiterwohnungsbau, wie er in der 2. Hälfte des 19. und in der ersten des 20. Jh. üblich war, gibt es nicht mehr. Dafür steht heute der soziale Wohnungsbau für alle Lohnabhängigen bis zu einer bestimmten Einkommenshöhe mit dem Ziel der sozialen Mischung. Dieser Mischungsintention laufen verschiedene Prozesse entgegen. Die freiwillige Segregation "nach oben'' - Vermeidung der Gebiete des sozialen Wohnungsbaus - und innerhalb dieser Gebiete ein weiterer Segregationsprozeß, in dem sich kleinräumige Einheiten, bis hin zur Blockebene, entmischen und somit neue soziale Homogenitäten geschaffen werden, die der Planungsintention zuwiderlaufen. Die freiwillige Segregation von sozialen Aufsteigern, baldmöglichst die Randstätte des sozialen Wohnungsbaus zu fliehen, schafft für den Autor die Berechtigung, den modernen funktionalen Trabantenstadtbau mit dem alten Arbeiterwohnungsbau der Vergangenheit zu vergleichen. Er geht diesen Vergleich auf zwei Ebenen an. Auf der ökonomischen und auf der konkreten Ebene der Bewohnbarkeit, die sich aus der baulichen Strukturierung sozialer Situationen ergibt.WohnungswesenSozialer WohnungsbauArbeitnehmerArbeitersiedlungAltbauNeubauVergleichProbleme der Wohnplanung für Arbeiter - Vergleich von Altbau und Neubausituationen. Vortrag, gehalten im 82. Kurs des Instituts - Städtebau und Soziologie - vom 24. bis 26.5.1976 in Berlin.Graue Literatur030201