Rodel, Gerd1980-01-302020-05-202022-11-262020-05-202022-11-261976https://orlis.difu.de/handle/difu/430803Das Ausmaß der Gastarbeiterkriminalität wurde anhand der polizeilichen Kriminalstatistik, der Analyse von Strafanzeigen und nach der Methode der selbstberichteten Kriminalität bei einer deutschen Gruppe von Hilfsarbeitern und einer italienischen Gastarbeitergruppe ermittelt. Weder aus der Analyse, der Anzeigenhäufigkeit, der zugegebenen Vergehen noch aus der Dunkelziffer läßt sich eine stärkere Kriminalitätsbelastung von Gastarbeitern ableiten. Annähernd die Hälfte der zugegebenen Straftaten waren Intra-Gruppen-Delikte. Zur Ermittlung der Einstellung gegenüber Gastarbeitern und deren Kriminalität wurde vier ausgewählten deutschen Gruppen ein Fragebogen-Komplex vorgelegt. Während die Resultate zwischen den Gruppen der deutschen Hilfsarbeiter, den Gerichtsreferendaren, den Krankenschwestern und den Meistern ausreichend übereinstimmen, sind die Einstellungen und Vorurteile der Polizisten prägnanter und eher negativ getönt. Es zeichnet sich ab, daß negative Einstellungen im kognitiven und affektiven Bereich durch die geringe Streuung der Straftaten von Gastarbeitern hervorgerufen werden.Ausländischer ArbeitnehmerKriminalitätEinstellungAusländerSoziologiePsychologieUntersuchung zur Kriminalität der ausländischen Arbeitnehmer.Monographie004870