Ellerkamp, Marlene1993-04-282020-01-042022-11-262020-01-042022-11-261991https://orlis.difu.de/handle/difu/95465In der Bremer Textilindustrie der Jahre 1870 bis 1914 waren vorwiegend Frauen beschäftigt. In der Arbeit wird die Frage nach ihrer gesundheitlichen Situation gestellt. Das Niveau der Krankheitsfälle - es wird auf Daten der Ortskrankenkasse zurückgegriffen - veränderte sich im untersuchten Zeitraum kaum. Der Krankenstand der Textilarbeiterinnen war jedoch durchweg höher als der ihrer männlichen Kollegen. Als zentrale Ursachen werden die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, die zum Einsatz von Frauen inbesonders gesundheitsschädlichen Arbeitsprozessen wie der Spinnerei und Karderei führte, und die zusätzliche Belastung durch Familienarbeit und Geburten angeführt. Die Arbeit stellt weiterhin die Bedeutung staatlicher Sozialpolitik, betrieblicher Sozialleistungen und gewerkschaftlicher Bestrebungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen dar. Die Regionalstudie versteht sich als Beitrag zur Sozialgeschichte der Frauen. mneu/difuIndustriearbeit, Krankheit und Geschlecht. Zu den sozialen Kosten der Industrialisierung - Bremer Textilarbeiterinnen 1870-1914.MonographieS93140018TextilindustrieIndustrialisierungMannFrauFrauenarbeitKrankheitArbeitsbedingungArbeitsschutzGesundheitsschutzSozialpolitikStadtgeschichteIndustrieSozialwesenGesundheitswesenArbeitWirtschaftArbeitsplatzIndustriearbeit