Stiens, Gerhard1980-02-032020-05-202022-11-252020-05-202022-11-251977https://orlis.difu.de/handle/difu/459342Bevölkerungsprognosen für die Bundesrepublik wurden bisher dahingehend interpretiert, daß mittel- bis langfristig mit einer Überlastung weniger Verdichtungszentren und einer implosionsartigen Schrumpfung der ländlichen Bevölkerung zu rechnen ist, woraus Strategien der passiven Sanierung für den ländlichen Raum abgeleitet wurden. Verf. stellt die Prämissen der Raumordnungsprognose 1990 des BMBau in Frage Werden die für regionale Arbeitslosen- und Erwerbsquoten eingesetzten globalen Zielwerte nicht erreicht, wandern weniger Menschen in die Verdichtungszentren als angenommen. Auch in anderen westlichen Industriestaaten haben sich Konzentrationsprozesse der Bevölkerung z.T. in ihr Gegenteil verkehrt. Weiterhin selektive Abwanderung vorausgesetzt, werden langfristig die altersstrukturbedingten Aufstiegsbarrieren in Verdichtungsräumen enorm hoch sein, was eine Umkehr des Wanderungsstromes bewirken könnte. Eine Zielrevision der Raumordnungs- und Regionalpolitik scheint daher unbegründet, eine Ausklammerung von Teilräumen aus der siedlungs-, infra- und wirtschaftsstrukturellen Förderung unverantwortlich.BevölkerungsentwicklungRaumstrukturLändlicher RaumInfrastrukturplanungRaumordnungspolitikAlternative Gesichtspunkte zur großräumigen Bevölkerungsentwicklung.Zeitschriftenaufsatz036839