Conrad, AnjaStumpf, Natascha2008-11-072020-01-042022-11-262020-01-042022-11-262006978-3-8300-2437-8https://orlis.difu.de/handle/difu/181661Diese Studie befasst sich insbesondere mit der Fragestellung, welcher Bezug des Pflegekindes zu seinen Herkunftseltern für seine Entwicklung am förderlichsten ist. Konzeptionelle Grundlage dieser Auseinandersetzung stellen die beiden zentralen Leitmodelle im Pflegekinderwesen der Ersatz- und der Ergänzungsfamilie dar. Außerdem werden die Rollen der Beteiligten- also die der Pflegeeltern, des Jugendamtes und der Herkunftseltern- sowie die Situation des Kindes aufgezeigt. Dem Kind kommt im Kontext des Pflegeverhältnisses keine aktiv gestaltende Rolle zu. Vielmehr sollte sein Wohl im Mittelpunkt stehen, wodurch ihm eine besondere Rolle zukommt. Um dieser gerecht zu werden, befasst sich das 2. Kapitel mit Überlegungen zur Entwicklung des Pflegekindes. Diese umfassen die Bedeutung von Bindungen, Deprivation und Trauma für die kindliche Entwicklung sowie den Integrationsprozess in die Pflegefamilie. Auf dieser Grundlage befasst sich das 3. Kapitel explizit mit der Fragestellung, welcher Bezug zu den Herkunftseltern im Kontext einer positiven Entwicklungsmöglichkeit für das Pflegekind am förderlichsten ist. Dies beinhaltet die Betrachtung der verschiedenen Spannungsfelder im Pflegeverhältnis, Überlegungen zur rechtlichen Situation, zum Begriff des Kindeswohls, zu Besuchskontakten sowie zur Biografiearbeit als Möglichkeit der Bezugnahme zu den Herkunftseltern. Darauf aufbauend werden abschließend Schlussfolgerungen für die Praxis formuliert, welche dabei helfen sollen einen Bezug des Pflegekindes zu seiner Herkunft zu gestalten, der ihm eine positive Entwicklung gestattet.Das Pflegekind im Spannungsfeld zwischen Pflegeeltern und Herkunftseltern.MonographieDR15948SozialwesenJugendhilfeSozialpsychologieSozialverhaltenSozialbeziehungKindJugendlicherPflegekindPflegeelternPflegekinderwesenBindungsforschungSozialisationElternarbeit