Schwabe, Mathias2011-09-202020-04-272022-11-292020-04-272022-11-2920131612-1864https://orlis.difu.de/handle/difu/260811Im Essay wird das Phänomen von Zwang und (Un-)Gehorsam in systemtheoretischer Perspektive untersucht. Dafür werden verschiedene Formen von Zwang (Schulpflicht, Verurteilung zu einer Strafe, richterliche Weisung in Freiheitsentziehende Maßnahmen/geschlossene Unterbringung, Androhung körperlicher Gewalt etc.) und verschiedene Orte, an denen Zwang zur Anwendung kommt (Schule, Gefängnis, Kaserne, Geschlossene Heime) miteinander in Kontakt gebracht, einander gegenübergestellt und miteinander verglichen. Aus dieser mäandernden und durchaus spekulativen Vorgehensweise ergeben sich neue, überraschende Blicke auf alte Phänomene. Es wird deutlich, wie intensiv und an wie vielen Orten, aber gleichzeitig auch in wie vielen differenzierten Formen Zwang das gesellschaftliche Leben von Heranwachsenden durchzieht. Und wie kompliziert es ist, Zwang so zu organisieren, dass er angenommen werden und halbwegs entwicklungsförderlich wirken kann. Ziel der Untersuchung ist es, das Nachdenken über Chancen und Gefahren, die mit Zwang verbunden sind, insbesondere für den Bereich der "Freiheitsentziehenden Maßnahmen" noch dem FGG anzuregen.Systemtheoretische Überlegungen zu Zwang in der Schule, beim Militär, in kriminellen Banden, vor Gericht und in Freiheitsentziehenden Maßnahmen - ein Essay.ZeitschriftenaufsatzDMR0501502ZwangSystemtheorieJugendhilfeSozialeinrichtungFreiheitsentziehungGeschlossene UnterbringungGehorsamGefängnisErziehung