Leipert, Christian1984-08-012020-05-202022-11-262020-05-202022-11-261984https://orlis.difu.de/handle/difu/507266Die Arbeit befaßt sich mit der Theorie und Empirie ökologischer und sozialer Folgekosten der industriegesellschaftlichen Produktion. Im ersten Teil wird auf die Hauptursachen der raschen Zunahme von Folgekosten der Produktion und des Konsums eingegangen: auf den kräftigen und langandauernden Wachstumsprozeß, der nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzte, und den gleichzeitig ablaufenden Prozeß der räumlichen Zentralisierung und Konzentration der Produktion. Der zweite Teil liefert eine nähere empirische Bestimmung einer zentralen Kategorie der Folgekosten - der "defensiven Augaben" - die eine Kompensation für Schäden, Beeinträchtigungen und Erschwernisse erstreben, die durch den Wirtschaftsprozeß erzeugt worden sind. Diese "defensiven Ausgaben" werden in den konventionellen Systemen einzel- und gesamtwirtschaftlicher Rechnungslegung als Erträge des Wirtschaftens fehlregistriert. Ihr Charakter als zusätzliche Kosten der Produktion und des Konsums erschließt sich erst in einer systematisch-mehrschichtigen und gesamtgesellschaftlichen Analyse. Anstieg und Dynamik defensiver Ausgaben werden zu Anzeichen einer bevorstehenden oder bereits eingetretenen Wirtschaftlichkeit der industriegesellschaftlichen Produktionsweise - und liefern vor allem Argumente für eine präventive Umweltpolitik. difuIndustrieproduktionFolgekostenSozialkostenUmweltschadenUmweltpolitikPräventionWirtschaftlichkeitUmweltschutzUmweltpflegeUmweltbelastungÖkologische und soziale Folgekosten der Produktion. Argumente für eine präventive Umweltpolitik.Graue Literatur089840