Geissler, Ulrich2006-08-082020-01-042022-11-262020-01-042022-11-2620060038-9048https://orlis.difu.de/handle/difu/138171Trotz anhaltend hoher Arbeitslosigkeit ist die bundesweite Situation in naher Zukunft von einem steigenden Fachkräftebedarf bei gleichzeitig sinkender Zahl der Schulabsolventen gekennzeichnet. In Ostdeutschland entstehen aus diesem Prozess jedoch auch Chancen. Die Abwanderung junger Menschen kann gestoppt werden, wenn zunehmend Arbeitskräfte vor Ort nachgefragt werden, was auch der Überalterung der Bevölkerung entgegenwirkt. In dem Beitrag werden die Chancen und Risiken, die ein erhöhter Fachkräftebedarf bei einem gleichzeitig schrumpfenden und alternden Arbeitskräftepool am Beispiel der Wirtschaftsregion Zwickau-Chemnitz dargestellt. Grundlage der Ausführungen ist eine repräsentative Befragung von Geschäftsführern und Personalleitern aus den industriellen Kernbranchen der Wirtschaftsregion Chemnitz-Zwickau. Insgesamt beteiligten sich 456 Unternehmen mit rund 23.000 Mitarbeitern an der Untersuchung, die im Ergebnis zeigte, dass das notwendige wirtschaftliche Wachstum, um Fachkräfte dauerhaft zu binden und neuen Personalbedarf zu generieren, vorhanden ist. Wie die parallel im Rahmen der Fachkräftestudie durchgeführte Schülerbefragung zeigt, nehmen Jugendliche noch nicht im ausreichenden Maße die Karrierechancen wahr, die sich ihnen in der Region wieder bieten. Die Städte sind gefragt, durch intelligente Stadtentwicklungskonzepte die Zukunftsfähigkeit des Standortes zu sichern und die Abwanderung junger Fachkräfte zu verhindern. difuFachkräfte binden - Wirtschaft stärken.ZeitschriftenaufsatzDH10714ArbeitsmarktArbeitskraftBranchenstrukturBedarfsanalyseWirtschaftsraumStandortfaktorBevölkerungsentwicklungBevölkerungsstrukturAltersstrukturAbwanderungJugendlicherBefragungAuswertungsmethodeStadtentwicklungsplanungEntwicklungskonzeptStandortwahlLebensqualitätFachkraftDemographischer Wandel