Schaarschmidt, LarsSchäfer, Hanna2010-03-162020-01-042022-11-252020-01-042022-11-2520090723-8274https://orlis.difu.de/handle/difu/143378Wasserwirtschaftliche Kleinspeicher sind Stauanlagen, die meist aus einem Absperrbauwerk, Betriebseinrichtungen und einem Staubecken bestehen. Der Bau von Kleinspeichern wurde in der DDR gefördert, um die landwirtschaftlichen Erträge zu sichern und zu steigern. Neben der Bereitstellung von Bewässerungswasser hatten die Speicher weitere Aufgaben wie Fischzucht, Wassergeflügelhaltung, Naherholung und Hochwasserschutz. Heute werden Kleinspeicher teilweise noch für die Fischzucht genutzt. Für die ursprünglich vorgesehene Nutzungsart ist aktuell kein Speicher mehr in Betrieb. Doch könnten sie durch Umnutzung zur wesentlichen Verbesserung des Hochwasserschutzes insbesondere an Nebenflüssen beitragen. In Thüringen wurden mit dem dritten Gesetz zur Änderung des Wassergesetzes vom März 2009 landesrechtliche Regelungen für so genannte "herrenlose Speicher" getroffen. Nach Abstimmung mit der unterhaltungspflichtigen Gemeinde müssen die Speicher entweder gefahrlos gestellt oder instand gesetzt werden. 56 Kleinspeicher wurden aufgrund der von ihnen ausgehenden Gefährdung in Dringlichkeitsstufen eingestuft und müssen zügig saniert werden. Die Untersuchung von einigen Objekten ergab, dass im Zuge der Sanierung Kleinspeicher in entsprechenden Hochwasserschutzkonzepten Berücksichtigung finden sollten. In diesem Zusammenhang werden in dem Beitrag die Sanierungsmaßnahmen von Kleinspeichern in Langenwetzendorf-Hirschbach und im Ortsteil Brandrübel der Gemeinde Weißbach im Saale-Holzland-Kreis vorgestellt, die die Hochwassergefahr für die Gemeinden verringern.Alte Speicher neu genutzt. Hochwasserschutz.ZeitschriftenaufsatzDH15921NaturWasserFlussÜberschwemmungHochwasserschutzWasserbauwerkWasserspeicherSanierungsmaßnahmeNutzungsänderungRückhaltebecken