Michel-Fabian, Petra2003-11-282020-01-042022-11-252020-01-042022-11-2520033-929797-82-8https://orlis.difu.de/handle/difu/188619Wertentscheidungen müssen an vielen Stellen innerhalb von Umweltplanungen gefällt werden. Die jeweiligen Gesetze sagen in der Regel wenig über die richtige Wahl der Werte aus. Die Ethik zeigt einen Weg auf von der legalen zur legitimen Umweltplanung, der allerdings nicht erst beim Vergabeverfahren oder bei politischen Entscheidungsprozessen beginnt, sondern im ganz normalen Arbeitsalltag von in der Verwaltung oder freien Planung Tätigen. Interdisziplinär angelegt, werden naturethische Aspekte in Fachgutachten am Beispiel der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) verdeutlicht. Auf der Grundlage der kantischen Ethik werden Vorschläge entwickelt, wie mit Entscheidungsfragen innerhalb von Fachgutachten in ethisch verantwortlicher Weise umgegangen werden soll. Der Grundtenor aller Vorschläge ist, stärker als bisher die Motive und Ziele verschiedener Ansprüche an die Natur offen zu legen und in die Bewertungen einzubeziehen sowie wertgebundene Entscheidungen in prozessbegleitenden Beteiligungsverfahren zu ermitteln. Dabei werden sowohl Nutzer als auch Schützer der Umwelt und Natur dazu aufgefordert, selbstkritisch eigene Ansprüche zu reflektieren, in den Diskurs einzubringen und damit eine aktive Verantwortungsübernahme zu betreiben. Nur so können Willkür- und Beliebigkeitsvorwürfe entkräftet und Planungsentscheidungen legitimiert werden. difuWerte in der Umweltplanung. Ethische Dimensionen und Lösungen am Beispiel der UVS.MonographieDW12581UmweltschutzUmweltplanungUmweltverträglichkeitGutachtenWirkungEthikNaturethikEntscheidung