Kopriva, MilanCervenak, Jan1988-07-042020-05-202022-11-262020-05-202022-11-261987https://orlis.difu.de/handle/difu/542489In den Gewölbegrüften der Jesuitenkirche der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria in Klatovy (Baubeginn 1656) befanden sich zwischen den beiden Weltkriegen noch etwa 200 mumifizierte Körper, von denen heute noch 30 "gerettet" sind. Im Gegensatz zur Balsamierung der ägyptischen Mumien handelt es sich bei den Funden in der Tschechoslowakei um natürliche Mumifikation durch eine Art Trockenlegung der menschlichen Überreste, deren Gewicht bis auf 10-14 kg schwindet. Ein Zerfall ist vornehmlich auf die Störung des ursprünglichen Mikroklimas (Raumtemperatur, Luftströmung, Feuchtigkeit, Schimmel- und Pilzbildung) zurückzuführen, nicht zuletzt durch Besichtigungen, aber auch durch bauliche Eingriffe. Das "jesuitische" Lüftungssystem besteht aus Außenluftöffnungen, horizontalen Kanälen zwischen den Einzelgrüften und Vertikalschächten bis in den Dachraum. (wt)KircheDenkmalschutzGeschichteHistorische AnlageGewölbeMikroklimaLuftkanalLuftströmungSchimmelpilzBarockkircheZerfallSubstanzerhaltungTourismusFreizeitGemeinbedarfsflächeMit dem Touristenstrom starben die Mumien. Mikroklima-Untersuchungen in den Mumiengrüften in Klatovy.Zeitschriftenaufsatz129951