Noweski, Michael2012-08-092020-01-042022-11-252020-01-042022-11-252012978-3-89574-656-7https://orlis.difu.de/handle/difu/200449Das deutsche Gesundheitssystem befindet sich spätestens seit dem "Gesundheitsstrukturgesetz" von 1992 in einem tief greifenden Transformationsprozess. Durch die zurückliegenden Gesundheitsreformen wurden Steuerungskompetenzen von den traditionell einflussreichen Verbänden auf die Individualakteure verlagert. Der Gesetzgeber räumt den Krankenkassen, niedergelassenen Ärzten und Versicherten zunehmend mehr Spielraum bei der Gestaltung ihrer Vertragsbeziehungen ein. Durch mehr Wettbewerb sollen hier Qualität und Effizienz der Krankenversorgung verbessert werden. Der Autor interpretiert den Wandel im deutschen Gesundheitssystem als Liberalisierungsprozess, wie er sich seit Jahren auch in anderen volkswirtschaftlichen Sektoren vollzieht. Er zeigt auf, welche politischen Akteure die entsprechende Gesetzgebung unterstützen und welche eigenen Interessen sie dabei verfolgen. Die Analyse wurde für die Neuauflage vollständig überarbeitet und aktualisiert. Der Leser gewinnt durch die Lektüre dieser Arbeit ein tieferes Verständnis für die Konfliktlinien deutscher Gesundheitspolitik. Einmal mehr bestätigt sich, dass Gesundheitsreformen das Ergebnis von Machtkämpfen sind. Die Interessen der Versicherten und Patienten sind insbesondere in der Konfrontation zwischen Kassen und Ärzten von nachgeordneter Bedeutung.Der Gesundheitsmarkt. Liberalisierung und Reregulierung als Resultat politischer Koalitionen. 2. erw. u. akt. Aufl.MonographieDW25780GesundheitswesenMarktGesundheitspolitikTheorieGesundheitsreformRegulierungReregulierung