Eisel, UlrichJuengst, P.Pfromm, K.Poppinga, O.Schulze-Goebel, H.1982-09-152020-05-202022-11-262020-05-202022-11-261980https://orlis.difu.de/handle/difu/489422In der wissenschaftstheoretischen Arbeit wird der Paradigmenwechsel der Geographie für die Anthropogeographie rekonstruiert. Im Ausdifferenzierungsprozeß der Fachdisziplin Geographie wird in einer letzten Phase der "Revolution" das forschungslogische und wissenschaftspolitische Abgrenzungskriterium der Geographie - das Konzept einer "räumlichen" Wissenschaft - eliminiert. Dieses Konzept hat in der Geschichte der Geographie verschiedene Objekte als zentrale Theoriebegriffe hervorgebracht, z. B. Landschaft, Erdoberfläche, Raum, Region. All diese Begriffe sind Metaphern für eine je spezifische gesellschaftstheoretische Konzeption. Die Paradigmenentwicklung kann so als geographische Variante einer Abfolge von Weltanschauungen verstanden werden, wobei sich der Übergang vom idiographischen zum nomologischen Wissenschaftsideal als Übergang von der konservativen zur aufklärerischen politischen Philosophie erweist. Es wird gezeigt, daß diese Transformation als eine Reaktion auf die Entstehung des Weltmarktes und der industriellen Arbeitsteilung und als die schrittweise ideologische Anpassung an deren Existenz zu betrachten ist. ud/difuGeographieAnthropogeographieRaumwissenschaftGesellschaftswissenschaftWissenschaftstheorieTheorieSiedlungsgeographieDie Entwicklung der Anthropogeographie von einer "Raumwissenschaft" zur Gesellschaftswissenschaft.Monographie071720