Hangebruch, Nina2010-11-112020-01-042022-11-252020-01-042022-11-2520101437-417Xhttps://orlis.difu.de/handle/difu/144435Die Warenhausbranche steht vor massiven Veränderungen. Lag ihr Anteil am gesamten Einzelhandelsumsatz in Spitzenzeiten Mitte der 1970er Jahre bei deutlich über zehn Prozent, hat er sich heute bis auf drei Prozent reduziert. Angesichts aktueller Insolvenzen sorgen sich viele Kommunen um die Attraktivität ihrer Zentren. Doch nur wenige Warenhäuser bleiben dauerhaft ungenutzt. Untersuchungen belegen, dass rund 95 Prozent der vor 2009 aufgegebenen Warenhausstandorte einer neuen Nutzung zugeführt wurden oder eine Nachnutzung geplant ist. Hinsichtlich der Nachnutzungen zeigt sich ein breites Spektrum, das in dem Beitrag beschrieben wird. Viele Standorte werden zumindest teilweise wieder durch Einzelhandel genutzt. Typische Nutzer für Komplettflächen sind SB-Warenhäuser, Textilkaufhäuser, Elektro- und Unterhaltungsmärkte oder Möbelhäuser. Vielerorts kommt es auch zu einem Umbau der Immobilien für verschiedene Anbieter, zum Beispiel als Einkaufszentrum mit einer innenliegenden Mall oder durch vertikale Aufteilung der Flächen mit separaten Geschäftszugängen von außen. Die Obergeschosse ehemaliger Warnhausimmobilien werden immer häufiger durch handelsfremde Nutzungen belegt, wie Büros, Praxen oder Fitnessstudios. Die Umnutzung erfolgt in der Mehrzahl der Fälle im Gebäudebestand, wenngleich auch oftmals aufwändige Baumaßnahmen bis hin zur Entkernung ganzer Immobilien erforderlich sind. Bei jedem vierten Standort kam es bisher zu einem Abriss des ehemaligen Warenhauses und einem Neubau an gleicher Stelle. Potenzielle Nutzer für ehemalige Warenhäuser sind auch kommunale Einrichtungen. Dies kann dazu führen, die Attraktivität für Investoren zu erhöhen, da eine frequenzstarke kommunale Nutzung eine Belebung des Standortes bewirkt. Zwischennutzungen spielen bei der Revitalisierung ehemaliger Warenhausstandorte nur eine untergeordnete Rolle. Nur weniger als jeder dritte Standort wird temporär genutzt.Breite Palette von Nutzungsmöglichkeiten. Revitalisierungsstrategien für ehemalige Warenhausstandorte.ZeitschriftenaufsatzDH16981HandelEinzelhandelWarenhausInsolvenzStandortInnenstadtStadtteilOrtskernBrachflächeFolgenutzungNutzungsartRevitalisierungStandortpolitikBefragungAuswertungsmethode