Einkommen und Kinderzahl, Wirtschaftswachstum und Bevölkerungsentwicklung. Eine mikroökonomisch-statische und makroökonomisch-dynamische Analyse nichtlinearer Systeme.

Francke
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Tübingen

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BBR: B 12 231

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Abstract

Der Band befaßt sich mit der ökonomischen Theorie der Fertilität. Ansatzpunkte sind die empirischen Befunde gleichzeitig positiver und negativer Korrelation zwischen ökonomischer Situation und generativem Verhalten. Diese Widersprüche sollen anhand von Erklärungsmodellen aufgelöst werden. In einem historischen Abriß werden zunächst Beiträge von Malthus bis Easterlin zur mikro- und makroökonomischen Beziehung zwischen Einkommen und Kinderzahl dargestellt. Darauf werden zwei Typen von Modellen vorgestellt, die ökonomische Situation und generatives Verhalten verknüpfen. 1. Ein mikroökonomisches Modell verbindet die Kinderzahl mit dem Haushaltseinkommen. Es ist statisch, formal ein nicht-linearer Ansatz, genauer: ein erweitertes neoklassisches Haushaltsmodell ("new home economics"). Die Relevanz des Modells besteht darin, daß die Auswirkungen wirtschaftspolitischer Maßnahmen (Eingriffe ins Steuersystem, Familienlastenausgleich) auf das generative Verhalten abgeschätzt werden können. 2. Ein makroökonomisches Modell stellt die Beziehung her zwischen Bevölkerungsgröße und Wirtschaftswachstum (Pro-Kopf-Einkommen). Es ist dynamisch, besteht aus nicht linearen Differenzgleichungen und "erklärt" die langfristigen (generations-)zyklischen Wellen der Bevölkerung. Verschiedene Modelleigenschaften werden diskutiert (zyklische Konvergenz, Grenzzyklen, Chaos). Das Modell zeigt - in Abhängigkeit von der Fristigkeit - gegensätzliche Kausalitätsbeziehungen zum Mikromodell. - Bc.

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XXI, 408 S.

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Tübinger volkswirtschaftliche Schriften; 4