Unfälle mit Beteiligung von Wohnmobilen in Deutschland.

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Berlin

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ZLB: R 314/377

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Abstract

Im Projekt wurden Wohnmobil-Unfälle mit Personenschaden untersucht, Beladungszustände gemeinsam mit der Polizei kontrolliert, die Fahrer befragt und die Fahrdynamik näher untersucht.Da ein Wohnmobilunfall ein sehr seltenes Ereignis ist, bei dem die Insassen des Wohnmobils meist leichter verletzt werden als die Unfallgegner. Im Wohnmobil selbst sind die Insassen, die im Wohnbereich mitfahren tendenziell höheren Verletzungsrisiken ausgesetzt als der Fahrer oder Beifahrer auf den Vordersitzen. Allerdings sind die Fallzahlen äußerst gering. Der häufigste Unfalltyp bei Wohnmobilunfällen ist der "Unfall im Längsverkehr", also z.B. ein Auffahrunfall auf einen anderen Pkw. Die Beladungsmessungen brachten die Erkenntnis, dass Wohnmobile in ca. jedem zweiten Fall überladen sind, in mehr als 10 % der untersuchten Fälle hätte eine Weiterfahrt sogar untersagt werden müssen, da das zulässige Gesamtgewicht um über 10 % überschritten war. Bei den Beladungsmessungen zeigte sich auch, dass oft der Hausrat oder aber auch mitgeführte Hunde nicht oder nicht ausreichend gesichert werden, wodurch im Falle kräftiger Bremsungen oder bei einem Unfall zusätzliche Verletzungsgefahren für die Wohnmobilinsassen bestehen. Fahrversuche ergaben, dass das Fahrverhalten von Wohnmobilen auch im Grenzbereich eher unkritisch ist, allerdings unter der Maßgabe, dass die mitgeführten Reiseutensilien und sonstigen Gegenstände korrekt im Fahrzeug verteilt und richtig gesichert sind. Die vorgenommenen Bremstests ergaben, dass die Bremsleistung des untersuchten Wohnmobils zwar im gesetzlichen Rahmen liegt, jedoch deutlich geringer als bei modernen Pkw ist.

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111 S.

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Forschungsbericht; 40