Chaos und schleichende Katastrophen - Was die politische Führung lernen müßte!

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DE

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Speyer

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ZLB: 95/80-4

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Zusammenfassung

Bei "schleichenden Katastrophen" handelt es sich um langfristige und spätwirkende Folgen von Ereignissen und Handlungen, aus denen sich schwer abschätzbare und häufig zufällig erscheinende Verläufe oder überraschende Phänomene entwickeln, deren Ursachen nicht präzise bekannt sind. Dieser Typ der Katastrophe ist auch politisch besonders gefährlich, weil er sich häufig "versteckt" und sich deshalb regelmäßig kurzfristiger und partieller Intervention entziehen kann (Beispiele: AIDS, Waldsterben, Ozonloch, Giftstoffe in Flußläufen). Die Folgerung aus den wachsenden Gefährdungen und Handlungsbegrenzungen ist für den Autor die Forderung, daß die politische Führung lernen muß, diesen Herausforderungen besser und schneller zu begegnen. Er plädiert für ein Lernprogramm, das die vorsichtige Nutzung zentraler Erkenntnisse der Theorie evolvierender Systeme sowie der Chaos- und Katastrophentheorie vorsieht. Darüber hinaus können zwei legitimierende Handlungsbegründungen für die politische Führung hilfreich sein und das Lernpotential erhöhen: Der Rekurs auf eine neue Verantwortungsdimensionierung und die gedankliche Konstruktion eines neuen Gesellschaftsvertrags. goj/difu

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23 S.

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Speyerer Arbeitsheft; 102