Migranten-Kriminalität und Polizei (Themenheft).
Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik
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Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik
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DE
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Frankfurt/Main
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ZLB: Zs 3644-4
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Abstract
Einleitend in das Thema gibt Rainer Geißler in seinem Aufsatz "Ausländer Kriminalität" - einen Überblick über die wichtigsten sozialwissenschaftlichen Forschungsergebnisse zum Thema "Ausländerkriminalität". Fazit ist, dass sich bei den Arbeitsemigranten und ihren Familienangehörigen die 1. Generation weitgehend an die Gesetze des Aufnahmelandes hält, besser als die deutsche Bevölkerung mit vergleichbaren Sozialprofil. Verschiedene Studien zur Jugenddelinquenz der 90er Jahre belegen, dass ein Teil der zweiten und dritten Generation kriminell gefährdet und im Durchschnitt auffälliger als deutsche Jugendliche sind. Daran anschließend folgt unter dem Titel "Migration, Ethnizität und Gewalt" von Frank Gesemann ein Forschungsüberblick zur Delinquenzbelastung Jugendlicher nichtdeutscher Herkunft. Nicht das Merkmal "Staatsangehörigkeit", sondern eine Vielfalt von migrationsbedingten, kulturellen, institutionellen, und gesellschaftlichen Faktoren sind zur Erklärung der erhöhten Kriminalität anzuführen. Da vor allem die prekäre soziale Lage sowie zunehmende Ausgrenzungs- und Marginalisierungsprozesse Mitursachen sind, lassen sich hieraus Empfehlungen für sozialpolitisches und pädagogisches Handeln ableiten. Karl-Heinz Reuband untersucht in seinem Beitrag "Subjektive Beunruhigung durch Ausländerkriminalität?", wie die Bürger aus den neuen Bundesländern und die lokalen Medien den Stellenwert der Ausländerkriminalität wahrnehmen. Zwar werden Ausländer in den Medien realistisch mit ihrem Anteil unter den Straftätern dargestellt, von den Bürgern aber trotzdem der Ausländeranteil unter den Tätern überschätzt. Dadurch werden ausländerfeindliche Einstellungen begünstigt. Ausländer für die Kriminalitätsentwicklung mitverantwortlich zumachen, wird vor allem von den Teilen der Bevölkerung vorgenommen, der sich subjektiv von Kriminalität bedroht fühlt. Hans-Joachim Heuer vermittelt in seinem Aufsatz "Polizei und Fremde - Interaktionen, Konflikte und Gewaltmuster" einen Überblick über die polizeilichen Aufgaben und untersucht das Interaktionsfeld zwischen Polizei und Fremden. Er benennt dabei Konfliktpunkte und Gewaltmuster der Polizei im Umgang mit ausländischen Tatverdächtigen und gibt Hinweise, wie dem entgegengewirkt werden kann. In dem Beitrag "Ausländerbeauftragte im Polizeipräsidium Frankfurt am Main. Intervention , Mediation und Kulturinterpretation" von Haluk Kaya und Nassif Khalil werden Funktion und Aufgabenwahrnehmung der Ausländerbeauftragten bei der Polizei und Möglichkeiten eines besseren Umgangs der Polizei mit ausländischen Tatverdächtigen beschrieben. Gleichzeitig wird gezeigt, welche Rolle der Polizei bei Konflikten durch Mediation zwischen einheimischer und ausländischer Wohnbevölkerung zukommen kann. s-h/difu
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Zeitschrift für Migration und soziale Arbeit
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Nr. 1
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81 S.