Städte im östlichen Europa. Zur Problematik von Modernisierung und Raum vom Spätmittelalter bis zum 20. Jahrhundert.
Chronos
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Chronos
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CH
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Zürich
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ZLB: 2006/1501
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SW
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Zusammenfassung
Immer schon waren Städte die Brennpunkte ökonomischer, sozialer und kultureller Veränderungsprozesse. Als "Modernisierung" ist dieses Phänomen gemeinhin mit dem beschleunigten Wandel während des Zeitalters der Industrialisierung verbunden worden. Wenn man aber Modernisierung in Anlehnung an H. van der Loo und W. van Reijen ganz allgemein als "Komplex miteinander zusammenhängender struktureller, kultureller, psychischer und physischer Veränderungen" definiert, dann lässt sich dieser Begriff auch auf frühere Jahrhunderte anwenden. Es geht um folgende Fragen: Worin, wo und wie lassen sich in den ausgewählten Städten vom Hochmittelalter bis zum Vorabend des Ersten Weltkrieges Phasen beschleunigten Wandels fassen? Inwieweit sind sie endogener, inwieweit exogener Herkunft, wie sind sie strukturiert, wer sind die beteiligten Akteure, was die hemmenden Kräfte? Setzt die Modernisierung des 19. Jahrhunderts völlig neu an oder kann sie auf Elemente älterer Modernisierungsschübe zurückgreifen. Die ausgewählten Stadtbeispiele konzentrieren sich auf jenen Gebietsstreifen, in welchem sich Mittel-, Ost- und Südosteuropa historisch immer wieder oszillierend überlappt haben: Dalmatien (vor allem mit Dubrovnik), Kroatien-Slawonien, Ungarn, Polen (mit Lublin und Warschau), die heutige Ukraine (mit Lemberg, Zitomir, Ekaterinoslav), Weissrussland (mit Polock) und das europäische Russland (mit Gross-Novgorod, Niznji Novgorod und Perm). Dies erlaubt es, die Frage nach historischen Eigenprofilen von Städten "zwischen West und Ost" nicht nur in Bezug auf ihre jeweilige individuelle Besonderheit, sondern auch im Hinblick auf ihre Rolle als stadttypologische Indikatoren für die Existenz historischer Übergangsräume zwischen Mittel-, Ost- und Südosteuropa zu konkretisieren. difu
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414 S.