"Gehst du Bahnhof oder bist du mit Auto?" Wie aus einem sozialen Stil Berliner Umgangssprache wird. Eine Studie zur Ist-Situation an Berliner Schulen.

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DE

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Berlin

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Zusammenfassung

Die Arbeit befasst sich mit den Ursachen der Entwicklung der meist von jungen Menschen gesprochenen Sprachvarietät in Berlin, die in städtischem Zusammenleben vor allem mit Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft und mit Migrationshintergrund entsteht und wie diese, zusammen mit den Einflüssen des bestehenden Berlinerischen, verwendet wird. Das Nebeneinander verschiedener Sprachvarietäten in ein und derselben Gesellschaft genoss in den letzten Jahren nicht nur die verstärkte Aufmerksamkeit in der Linguistik, sondern ebenso die der Medien, wobei besonders die Entwicklungen der sogenannten "Multiethnolekte" im Rahmen der allgemeinen, deutschlandweiten Einwanderungsdebatte verstärkt in den Vordergrund gerückt ist. Begriffe wie "Kiezdeutsch", "Kanakendeutsch" und "Assisprache" gehören mittlerweile zum allgemeinen Begriffsrepertoire der Öffentlichkeit bei der Sprachbeschreibung von multiethnisch geprägter Jugendsprache. Neben der allgemeinen Abwertung, die durch die verschiedenen genannten Bezeichnungen zum Tragen kommt, sind auch ein gewisses Ansehen und ein Kult um diese Art zu Sprechen entstanden. Die Ursachen der weitestgehend von Jugendlichen verwendeten Varietät werden vor allem im städtischen Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft gesehen. Die Arbeit basiert auf der Auswertung der Ergebnisse einer umfassenden Studie zum Sprachverhalten von Berliner Jugendlichen, die in Oberschulen aller Berliner Bezirke durchgeführt wurde. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, inwieweit sich Jugendliche ohne Migrationshintergrund die Sprechweisen der Migranten, also die multiethnischen Stile, angeeignet haben und diese in den verschiedenen Situationen im (Schul-) Alltag verwenden. Die notwendigen theoretischen Aspekte, besonders die Termini der auftretenden Begleitphänomene wie das der "rituellen Beschimpfung" und die relevanten grammatikalischen Regeln werden geklärt. Die Auswertung der Studienergebnisse findet als Einzelanalyse der Schulen, als Gruppenanalyse der einzelnen Schultypen und nach geografischer Region innerhalb Berlins statt, um möglichst viele kausale Aspekte des Sprachphänomens zu betrachten und zuverlässige Prognosen in Form von möglichen Szenarien zu tätigen.

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389 S.

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