Architekten und ihr umweltschützendes Verhalten beim Wohnungsneubau. Ein Erklärungsansatz zur diskrepanten Anwendung umweltschützender Maßnahmen und Techniken.

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DI
EDOC

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Nach über 25 Jahren des Experimentierens und Forschens stehen genügend ausgereifte, finanzierbare Techniken und Maßnahmen zur Reduktion der Umweltbelastungen durch das Bauen und Wohnen zur Verfügung. Eine breite Umsetzung dieser Techniken und Maßnahmen beim Wohnungsneubau ist demgegenüber nicht auszumachen. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Erklärung dieser Kluft zwischen "Wissen und Handeln" am Beispiel des selbstgenutzten Wohnungsneubaus bei der Akteursgruppe der Architekten. Der Arbeit zugrunde liegt eine schriftliche Befragung von Architekten in Rheinland-Pfalz. Die Auswertung der Erhebung erfolgt multivariat mit einer Koppelung von Faktorenanalyse, Korrelationsanalyse und Regressionsanalyse. Die Befunde widersprechen den Annahmen von Rational-Choice-Modellen, die in der Eigennutzorientierung im Sinne eines rationalen Kalküls das dominante oder gar einzige Motiv für umweltschützendes Verhalten erkennen. Es stellt sich heraus, dass eine grundsätzliche proökologische Werteinstellung der stärkste Beweggrund für proökologisches Handeln von Architekten ist. Insgesamt kann festgestellt werden, dass das Handeln deutlich besser erklärt wird als die Handlungsabsichten.

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269 S., Anh.

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