Neoliberalismus, die Entstehung des Maastrichter Vertrags und die Auswirkungen der Währungsunion auf Nordrhein-Westfalen. Jean-Monnet-Konferenz, Siegen, 24.-25. Oktober 1997.
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Baden-Baden
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ZLB: 2000/2184
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KO
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Abstract
Vertreter der Wissenschaftsdisziplinen Geschichte, Politologie, Ökonomie, Rechtswissenschaft und Raumplanung diskutieren die seit den fünfziger Jahren konkurrierenden Integrationsmodelle Europas, die Genese und Ratifizierung des Maastrichter Vertrags, das viel beschworene Demokratiedefizit, die Implikationen der Währungsunion und der Reform der Struktur- und Regionalpolitik sowie die Bestimmung des Standortes NRW als einer europäischen Region. Ein erster Beitrag stellt die konkurrierenden Modelle der wirtschaftlichen und der politischen Integration anhand der Auseinandersetzungen zwischen dem ersten Präsidenten der EWG-Kommission, Walter Hallstein, und Wirtschaftsminister Ludwig Erhard vor. Wie sehr das neoliberale Paradigma, das sich in den 70er Jahren gegenüber dem interventionistisch-keynesianischen Paradigma durchsetzte, die wirtschaftliche Integration bestimmte und noch heute bestimmt, wie das Mischungsverhältnis zwischen dem "diskretionär-interventionistischen" und "neoklassischderegulierenden" Ansatz gegenwärtig ist, wird unter Einbeziehung der gegensätzlichen ordnungspolitischen Argumentationsmuster diskutiert. Die Entstehungsgeschichte des Maastrichter Vertrags wird in einem eigenen Beitrag nachgezeichnet, während sich ein weiterer mit den nach der Ratifizierung aufgetretenen Krisen und dem Krisenmanagement in vier Ländern beschäftigt und erörtert, wie diese Krisen zum Katalysator einer neuen kritischen Grundsatzdebatte zur Struktur, zum Fortgang, zu Zweck und Ziel, Umfang und Reichweite der europäischen Integration wurden. Das "Demokratiedefizit" wird in Überlegungen zur europäischen politischen Öffentlichkeit diskutiert. Im zweiten Teil geht es um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Währungsunion, um die möglichen Beschäftigungseffekte. In die gleiche Richtung zielt eine Argumentation über die zu erwartenden regionsspezifischen (NRW) Konsequenzen. Ferner wird die Bedeutung der Regionalförderung der Union für NRW aufgezeigt. Abschließend werden am Beispiel der Positionierung des Landes NRW in den globalen Netzen (Infrastruktur-, Macht-, Produktions-, Dienstleistungs-, Informations-, Wissens-, Image-, Regions- und Städtenetzen) die Gründe für dessen "internationale Profilschwäche" untersucht. goj/difu
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154 S.
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Schriftenreihe des Instituts für Europäische Regionalforschungen; 4