Zur paradoxen Beziehung zwischen Kindern und dem öffentlichen Raum - Ein explorativer Vorstoß zur Etablierung einer konstruktivistischen Geographie der Kindheit.

Selbstverl.
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Jena

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1866-0231

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SEBI: 4-2010/1900

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Abstract

Die Beziehung zwischen Kindern und dem Öffentlichen Raum ist eine paradoxe: Einerseits wird gemeinhin betrauert, dass sich Kindheit zunehmend in kontrollierten Räumen abspielt; andererseits werden Kinder in öffentlichen Räumen häufig als suspekt wahrgenommen. In Ermanglung von Erklärungsansätzen aus der deutschsprachigen Geographie gründet die Exploration dieses Zusammenhanges auf einem konstruktivistischen Zugang aus den angloamerikanischen geographies of childhood. Anhand eines moralgeographisch fundierten Denkmodells werden gegenwärtige Entwicklungen eruiert und grobe Leitlinien herausgearbeitet: So werden Geographien von Kindern maßgeblich von moralischen Vorstellungen 'guter' Elternschaft bestimmt, welche sich in der Mittelschicht über Sicherheits- und Leistungsmotive definieren. Vor dem Hintergrund sozialer Polarisierungsprozesse zeichnet sich die Entstehung sozialer Selektionsdynamiken ab, in deren Zuge öffentliche Räume zu 'gesellschaftlichen Restebecken' degradieren.

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98 S.

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Sozialgeographische Manuskripte; 2010/9