Unbezahlte Arbeit und Stadtentwicklung. Produktivität, Widerständigkeit und Wirkmächtigkeit des Alltäglichen.
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DE
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München
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ZLB: Kws 108/409
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Abstract
Nicht zuletzt verweist die aktuelle Debatte zur Renaissance der „Europäischen Stadt“ vom Anfang des 20. Jahrhunderts als lebendig urbanem Gemisch aus vielfältigen Nutzungen und Menschen aller Herkünfte auf die Leerstelle moderner Stadtplanung und -entwicklung im Besonderen. Die Seite der gesellschaftlichen Reproduktion erscheint regelmäßig nur in Stereotypen ohne empirische Rückbindung – eher als jeweils zeitgeistige Vorstellung orientiert an bürgerlichen Mittelschichten. Die Beschreibungen aus den Interviews mit Bewohner*innen der Dortmunder Nordstadt und die Skizzen zu ihrem Quartier erzählen eine andere Geschichte und vom dauernden Leiden an technokratischen Überformungen wechselnder „Planungsmoden". In diesem Buch wird versucht, den verstreuten räumlich sichtbaren Spuren unbezahlter Arbeit und Produktion für den Gebrauch im historischen Kontext der Dortmunder Nordstadt zwischen dem Kriegsende und der Jahrtausendwende nachzugehen. Wichtig ist die Frage danach, was man aus dem vielfältigen Scheitern und situativem Gelingen als ständiger Spannung lernen könnte. Das Buch bietet planungsbetroffenen Menschen als Anwohner*innen und sowohl Planer*innen wie auch anderen beruflich interessierten Menschen und Studierenden Anregungen für einen Perspektivenwechsel und Sensibilisierungen für das „Andere“ an. [Die umfassende empirische Untersuchung sozialer Alltagspraxen und räumlicher Entwicklung bietet Orientierungswissen zu den im Zeitverlauf beobachtbaren Entwicklungen und mögliche Lesarten in der Perspektive der handelnden Akteur*innen an. Diese gekürzte Fassung der Dissertationsschrift (2012, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover) konzentriert sich auf empirisch belegte Beobachtungen.]