Indikator für ein Monitoring der landschaftlichen Attraktivität Deutschlands.
Springer Spektrum
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Springer Spektrum
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DE
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Berlin
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ZLB: Kws 155/202
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Abstract
Die kommunale Landschaftsplanung hat unter anderem die Aufgabe, für die Erhaltung und Entwicklung einer für die Erholung attraktiven Natur und Landschaft Sorge zu tragen. Sie vermag zwar in der Regel nicht, Einfluss auf Aspekte des Landschaftsbildes wie die Reliefvielfalt oder den Anteil an Küstenlinien zu nehmen. Sehr wohl kann Landschaftsplanung dagegen die Landschaftsstruktur und die Vielfalt der Landschaftselemente gestalten. Der Beitrag fokussiert auf die Entwicklung einer Methodik, welche eine bundesweite Berechnung auf Grundlage von Geoinformationsdaten erlaubt und zukünftig regelmäßig wiederholt werden kann. Unter der landschaftlichen Attraktivität wird hier das natürliche Landschaftspotenzial für eine naturbezogene Erholung verstanden. Der Indikator wird anhand von sieben gleichwertigen Parametern zur menschlichen Nutzung und zur Landschaftsstruktur abgeleitet. Die Ergebnisse zeigen, dass es auf der Basis der ausgewählten Parameter möglich ist, die landschaftliche Attraktivität Deutschlands abzuschätzen und räumlich zu differenzieren. In den Berechnungsergebnissen des Indikators heben sich Regionen mit erwartungsgemäß hoher landschaftlicher Attraktivität für die Erholung deutlich ab. So beschreiben die Klassen sehr attraktiv und "besonders attraktiv" Landschaften, welche wesentlich attraktiver sind als der bundesdeutsche Durchschnitt. Dies sind vor allem Gebiete an den Küsten, in den Alpen sowie in waldreichen Mittelgebirgen. In der Klasse "durchschnittlich attraktiv" befinden sich Landschaften, welche deutschlandweit betrachtet von durchschnittlicher Vielfalt und Landschaftsstruktur sind. In der Klasse "weniger attraktiv" befinden sich meist strukturarme, vor allem intensiv landwirtschaftlich genutzte Gebiete. "Kaum attraktive" Landschaften zeichnen sich durch niedrige Werte aller sieben Parameter aus, was ein Hinweis auf dichte Bebauung und geringe Natürlichkeit der Landnutzung ist. Durchschnittlich attraktive Landschaften erfüllen bereits Naherholungsfunktionen, wobei sehr bzw. besonders attraktive Landschaften vor allem auch Ziele für naturbezogenen Tourismus darstellen und dafür in der Regel überregional bekannt sind. Bei der Methodik wurde besonderer Wert darauf gelegt, dass diese leicht nachvollziehbar ist und ohne Gewichtungen auskommt. Zukünftig soll die Methodik noch um einen Parameter der technischen Überprägung, beispielsweise durch Windräder, Photovoltaik-Freiflächenanlagen o. ä., erweitert werden. In Zukunft wird angestrebt, diesen aggregierten Indikator regelmäßig zu erheben, um Aussagen zur Entwicklung der landschaftlichen Attraktivität über einen längeren Zeitraum zu beobachten und diese für Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit aufzuzeigen.
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S. 155-169