Die Alltagsökonomie als Fundament zukunftsfähiger Stadtentwicklung.

Dérive, Verein für Stadtforschung
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Dérive, Verein für Stadtforschung

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Wien

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1608-8131

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2156814-5

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ZLB: Kws 100 ZB 6687

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Abstract

Die Covid-19-Pandemie hat die Hyperglobalisierung einer grenzenlosen wirtschaftlichen Verflechtung ins Wanken gebracht. Wäre dieser teilweise Rückbau von globalen Lieferketten und Finanzbeziehungen dauerhaft, eröffnen sich für die Stadtentwicklung neue Handlungsspielräume, die durch geschicktes politisches Agieren genutzt werden können. Es kann aber auch erneut so enden wie nach der großen Finanzkrise 2008, als es mächtigen Kapitalinteressen rasch gelang, zum vermeintlichen Normalzustand einer grenzenlosen Weltwirtschaft zurückzukehren. Um dies 2020 zu verhindern, braucht es zweierlei: einerseits ein gutes Verständnis des Markliberalismus, der das ideologische Unterfutter für städtische Strategien der Liberalisierung, Privatisierung und Finanzialisierung liefert. Andererseits benötigen wir die Vision einer anderen Wirtschaftsordnung sowie Strategien, um die aktuelle neoliberale Marktordnung abzulösen. Dies kann durch die Stärkung der Alltagsökonomie gelingen. Die ihr zugrundeliegenden Infrastrukturen bilden das Fundament einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung, die die grundlegenden Bedürfnisse ihrer Bewohner*innen befriedigt (FEC 2018). Dies gelingt, wenn stadtpolitische Entscheidungen getroffen werden, die sich von der Logik des Marktliberalismus verabschieden und sich auf die kollektive Bereitstellung dieser städtischen Infrastrukturen konzentrieren.

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Dérive : Zeitschrift für Stadtforschung

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80

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6-11

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