Effekte regional verteilter sowie Ost-/West-ausgerichteter Solarstromanlagen. Eine Abschätzung systemischer und ökonomischer Effekte verschiedener Zubauszenarien der Photovoltaik. Kurzstudie.

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Berlin

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Die Studie schätzt die Auswirkungen verschiedener Zubauszenarien von Solarstromanlagen auf das Stromsystem ab. Würden Photovoltaikanlagen künftig nicht mehr vorzugsweise nach Süden, sondern nach Osten und Westen ausgerichtet sowie gleichmäßiger über die Bundesländer verteilt als bisher, so hätte das erhebliche Vorteile für das Stromsystem: eine gleichmäßigere Einspeisung von Solarstrom, ein geringer Ausbau der Verteilnetze sowie geringere Anforderungen an die übrigen Kraftwerke. Diesen Vorteilen stehen allerdings Mehrkosten für den Strom von Ost-West-Anlagen gegenüber. Der Bau neuer Solaranlagen folgte bisher dem Prinzip, dass die einzelne Anlage möglichst viele Kilowattstunden Strom produzieren sollte. Die Ursache liegt im Erneuerbare-Energien-Gesetz, das jede produzierte Kilowattstunde Solarstrom - abhängig vom Errichtungsdatum der Anlage - gleich honoriert. Das Ergebnis dieser Regelung: Die Solaranlagen sind mehrheitlich im Süden Deutschlands errichtet worden und die meisten sind nach Süden ausgerichtet. In Zukunft wird es aber nicht nur darauf ankommen, dass eine Kilowattstunde Strom möglichst günstig produziert wird, sondern auch darauf, sie möglichst günstig ins System zu integrieren. So kann etwa ein weiterer Photovoltaikzubau in Regionen von Bayern, wo bereits heute bereits erhebliche Photovoltaikpotenziale ausgeschöpft sind, hohe Verteilnetzausbaukosten mit sich bringen - im Gegensatz etwa zu Berlin, wo nur 1,5 Prozent der Photovoltaikpotenziale genutzt sind, wie die Autoren der Studie ermittelten. Zudem scheint die Sonne über Deutschland nicht einheitlich, sodass ein geografisch besser verteilter Ausbau die Solarstromerzeugung verstetigen würde.

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29 S.

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