Veränderungen des Verkehrshandelns nach einer Wanderung in Richtung Stadt: Ergebnisse einer qualitativen Untersuchung.

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Wiesbaden

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ZLB: Kws 360/142

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Abstract

Vor dem Hintergrund der Diskussion um Reurbanisierung stellt sich aus verkehrswissenschaftlicher Sicht die Frage nach den verkehrlichen Auswirkungen dieses neuen Musters der Siedlungsentwicklung. Der Artikel nähert sich dieser Frage mit einem handlungstheoretischen Erklärungsansatz der Verkehrsentstehung. In einem qualitativen Pseudopanel-Design wird das Verkehrshandeln von Personen erfasst, deren Haushalte aus dem Umland in die Stadt gezogen sind. So ist es möglich, das jeweilige Verkehrshandeln vor und nach der Wanderung zu vergleichen. In den Vergleich werden auch weite private Freizeitwege (Ausflüge, Urlaube) einbezogen, die verzerrende Wirkung von Selbstselektionseffekten wird methodisch reduziert. Das Ergebnis zeigt einen eindeutigen und starken Effekt des neuen Wohnorts auf das Verkehrshandeln von Umland-Stadt-Wanderern, der sich nicht nur in den Kennzahlen zur Beschreibung des individuellen Verkehrshandelns niederschlägt, sondern auch als Sinnzusammenhang besteht. Ergänzend werden Befunde zu wohnbiografischen Effekten auf das Verkehrshandeln und dem Zusammenhang zwischen städtischem Wohnort und weiteren Freizeitwegen vorgestellt.

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S. 133-150

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Studien zur Mobilitäts- und Verkehrsforschung