Alles wird grün? Die Chancen von grüner Infrastruktur im Rahmen der Nachverdichtung.

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EDOC

Abstract

Das Bundesamt für Naturschutz hat ein Team der TU München, TU Berlin und bgmr Landschaftsarchitekten GmbH (Berlin) beauftragt zu untersuchen, wie das Konzept der grünen Infrastruktur in die Stadtentwicklung in Deutschland übertragen und durch diese umgesetzt werden kann. Ergebnisse sind ein wissenschaftlicher Bericht und eine Broschüre, die die Entwicklung von urbaner grüner Infrastruktur in den Kommunen unterstützen soll. In zwei Fachgesprächen und einem Workshop wurden mit ihnen die Definition sowie wesentliche Inhalte und Schwerpunkte des Konzepts diskutiert. Die Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen trugen auch mit Fallbeispielen guter Praxis zu dem Gutachten bei. Im Beitrag werden wesentliche Erkenntnisse aus dem Vorhaben zusammenfassend vorgestellt, um die Möglichkeiten und Erfordernisse für die strategische Entwicklung leistungsfähiger Grün- und Freiraumsysteme in Städten zu diskutieren. Qualitätsvolle Grün- und Freiflächen, Multifunktionalität, Vernetzung, integrative Entwicklung von grünen und grauen Infrastrukturen sowie Kooperation sind Schlüsselprinzipien für die Entwicklung von mehr grüner Infrastruktur. Es gibt zahlreiche Beispiele guter Praxis für die Anwendung von einzelnen dieser Prinzipien. Ihre simultane Anwendung stellt jedoch noch eine große Herausforderung dar. Insofern ist das Konzept der urbanen grünen Infrastruktur nicht nur "alter Wein in neuen Schläuchen", sondern hat Innovationskraft. Der Ansatz soll dabei nicht bestehende Planungsinstrumente ersetzen, sondern sie zusammenführen. Dies schließt auch neue Förderinstrumente mit ein. Informelle, fachübergreifende Strategien sowie Umsetzungsprogramme haben hier zudem eine besondere Bedeutung, um die verschiedenen Ansprüche und Akteure zu bündeln oder zusammenzuführen. Die Diskussionen mit Vertreterinnen und Vertretern der kommunalen Praxis, Wissenschaft und Verbände haben geholfen, das aus dem angelsächsischen Raum stammende Konzept der grünen Infrastruktur für die Anwendung in deutschen Städten zu interpretieren und anzupassen. Die breite Einbindung von Akteuren sollte auch die Umsetzung des Konzepts in die Planungspraxis befördern. Für den Erfolg entscheidend wird dabei sein, die erforderlichen rechtlichen und planerischen Rahmenbedingungen zu schaffen, etwa durch die Anerkennung von Stadtgrün als staatliche Pflichtaufgabe.

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S. 140-153

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BfN-Skripten; 498