"Reichskristallnacht". Ursachen und Verlauf des antisemitischen Pogroms vom November 1938.

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DE

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Frankfurt/Main

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ZLB: 91/6121

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Zusammenfassung

Die Frage nach dem Stellenwert des Pogroms vom November 1938 innerhalb der nationalsozialistischen Judenverfolgung führt hier erstmalig zu einer systematischen Untersuchung der sogenannten "Reichskristallnacht". Das gegenwartsverbindende Interesse liegt in der Erforschung der als "Lehrstück nationalsozialistischer Konfliktentfesselung" dargelegten innenpolitischen Herrschaftspraxis, der Vernichtung aller gesetzlichen, moralischen und humanitären Normen eines Kulturstaates. Die zentrale Fragestellung gilt den Auslösern, den Verläufen, vor allem aber den heterogenen Motiven der beteiligten Funktionsträger, der NS-Führung, besonders der Beteiligung der deutschen Bevölkerung. Völlig neues Quellenmaterial (westdeutsche Prozeßakten der Jahre 1945-1953 sowie jüdische Erinnerungsberichte) wird kontrastiert mit dem Stand der Judenverfolgung auf Reichtsbehördenebene. Der Autor ermittelte 51 Städte aller Größenordnungen, in denen Nationalsozialisten zur Täterschaft mobilisiert wurden. Er legt dar, daß die "amorphe Struktur" des NS-Regimes in seiner "institutionellen, machtpolitischen und moralischen Chaotik und Radikalisierung" einlud zur Kompensation persönlicher Charakterschwächen im Schutze gruppendynamisch inszenierter und aktionistischer Übergriffe, die der Teilhabe an der Macht "einen Hauch von spontaner Volksempörung" verliehen. bek/difu

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Seiten

371 S.

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Europäische Hochschulschriften. Reihe 3 - Geschichte und ihre Hilfswissenschaften; 487