Neue Menschen für Deutschland? Leipziger Kindergärten zwischen 1930 und 1959.

Böhlau
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Köln

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ZLB: 2004/2642

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DI

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Abstract

Das Buch widmet sich dem Kindergartenwesen im Dritten Reich und in der SBZ/DDR im Raum Leipzig und überprüft, inwieweit der Zugriff der jeweiligen Diktatur auf den Bereich der Vorschulerziehung gelang und wo er seine Grenze fand. Es lotet damit gleichermaßen für die NS- und die SED-Diktatur aus, in welchem Maße der jeweils erhobene totalitäre Anspruch auf dem Sektor der Kindergartenerziehung tatsächlich umgesetzt wurde. Sowohl die Jugendwohlfahrtspolitik des Dritten Reiches als auch die Erziehungs- und Bildungspolitik der DDR waren bestrebt, das Kindergartenwesen in das jeweilige politische System zu integrieren und gleichzuschalten, um es anschließend als systemkonforme Sozialisationsinstanz und als politisches Sprachrohr gegenüber der Bevölkerung nutzen zu können. Weder im Dritten Reich noch in der DDR gelang die Gleichschaltung indes vollständig. Unter beiden Diktaturen behielten nicht staatskonforme Erziehungskonzepte ihre Wirksamkeit, konnten Einrichtungen unter nicht staatlicher Trägerschaft der Vereinnahmung entzogen werden und damit erhalten bleiben. difu

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511 S.

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Geschichte und Politik in Sachsen; 20