Schwermetalle aus Elektroaltgeräten und Batterien im kommunalen Restabfall. Potenziale, Mobilisierung und Freisetzung während der Deponierung.

Eigenverl. des Forums für Abfallwirtschaft und Altlasten
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Eigenverl. des Forums für Abfallwirtschaft und Altlasten

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Pirna

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ZLB: Kws 555/56

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DI

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Abstract

Trotz der gesetzlichen Pflicht zur getrennten Sammlung wurden etwa 1 % Elektroaltgeräte und 0,05 % Batterien im deutschen Restabfall festgestellt. Diese geringen Mengen sind für 14 % bis 57 % der Restabfallbelastung mit Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Nickel und Zink verantwortlich. Im Zuge von Lysimetertests wurde festgestellt, dass Schwermetalle aus Elektroaltgeräten und Batterien unter anaeroben Deponiebedingungen zwar mobilisiert, aber dann im Deponat zurückgehalten werden. Als Grund für den Rückhalt werden Fällungs- und Sorptionsprozesse, insbesondere an Huminstoffen sowie an Papieren vermutet. Der Schwermetallaustrag mit dem Sickerwasser erfolgt dadurch zeitlich stark verzögert. Konkret verblieben in 450 bis 600 simulierten Deponiejahren mehr als 93 % des Emissionspotenzials von Nickel, Zink und Chrom und mehr als 99 % des Emissionspotenzials von Blei, Cadmium und Kupfer im Deponat. Für die aeroben Phasen wurde eine verstärkte Schwermetallfreisetzung durch die Oxidation von Sulfiden und die Mineralisierung von Huminstoffen vermutet. Mit Beginn der aeroben Betriebsweise stiegen die Schwermetallkonzentrationen im Sickerwasser aber leicht an. Hinsichtlich möglicher verstärkter Schwermetallfreisetzung in den späten aeroben Deponiephasen besteht Forschungsbedarf. Zusammengefasst ist festzustellen, dass herkömmlich betriebene Restabfalldeponien wahrscheinlich noch nach mehreren Jahrhunderten schwermetallkontaminiert sind. Dies stellt eine Gefahr für das Allgemeinwohl zukünftiger Generationen dar. Dieses Gefährdungspotenzial kann heutzutage durch eine konsequente getrennte Sammlung von Elektroaltgeräten und Batterien aus zu deponierendem Abfall deutlich gesenkt werden.

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114 S.

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Beiträge zu Abfallwirtschaft / Altlasten; 69