Pennbrüder und Stadtstreicher. Nichtseßhaften-Report

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SEBI: 82/867

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Abstract

Nichtseßhafte arbeiten hart, wenn sie können und dürfen. In Markthallen, im Hafen, auf dem Bau, in der Landwirtschaft, als Möbelpacker...Die Arbeitsscheu der Nichtseßhaften ist also ein Märchen. Sie bilden ein mobiles Arbeitskräftepotential, das bei Bedarf in den Arbeitsprozeß ein- und bei Nichtbedarf ausgegliedert wird. Ein anderes Märchen: Der Wandertrieb der Nichtseßhaften. Eine empirische Untersuchung ergibt ein ganz anderes Bild. Nichtseßhafte sind seßhafter, als man annimmt: Ganze 3,8 Prozent einer untersuchten Gruppe hatten die ganze Bundesrepublik kennengelernt. Im Regelfall bleiben die sogenannten Nichtseßhaften in jenen Regionen oder Bundesländern, in denen ihre Geburtsorte liegen. Die Zahl der Nichseßhaften steigt und ihr Altersdurchschnitt wird immer niedriger. Die Nichtseßhaftenhilfe ist das groteskeste, was es auf dem Sektor der Sozialarbeit gibt. Man verteilt gebrauchte Kleidung, Essensgutscheine und Fahrkarten, mit denen man die Penner in die nächste Stadt weiterverfrachtet: Man schickt das Elend auf Reisen. Es gibt keine Penner mit Wandertrieb im Blut. Zum Penner wird man gemacht, von Behörden und Nichtseßhafteneinrichtungen, die das Elend eigentlich beheben sollten. Von zehn Nichtseßhaften findet nur einer ein amtliches Bett. Der Rest muß auf der Straße bleiben. difu

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Nichtsesshafter, Stadtstreicher, Armut, Diskriminierung, Menschenwürde, Wanderung, Altersstruktur, Resozialisierung, Stadtsoziologie

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Frankfurt/Main: S.Fischer (1979), 135 S., Tab.; Lit.

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Nichtsesshafter, Stadtstreicher, Armut, Diskriminierung, Menschenwürde, Wanderung, Altersstruktur, Resozialisierung, Stadtsoziologie

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