Klimawandel erfordert Systemanpassung. Stadtentwässerung.
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DE
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Schwäbisch-Hall
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0723-8274
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ZLB: Kws 740 ZB 6798
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Abstract
Der Klimawandel verändert auch die Niederschlagsverteilung. Die Abwasserbetriebe sollten sich deshalb auf das häufigere Auftreten von Starkregenfällen mit Überflutungen einstellen. Für die Dimensionierung der Entwässerungssysteme sind Starkregen maßgebend. In dem Beitrag wird ausgeführt, dass eine Erhöhung der Bemessungsniederschläge um einen Klimafaktor nicht immer angebracht zu sein scheint, wenn man die Unsicherheiten in den Aussagen der verwendeten Klimamodelle sowie die langfristigen Schwankungen im Niederschlagsverhalten bedenkt. Gefordert ist vielmehr eine Abkehr von dem traditionellen Bemessungskonzept und eine Hinwendung zu flexiblen "No-regret-Maßnahmen", die unabhängig vom Klimawandel wirtschaftlich, ökologisch und sozial vertretbar sind. Die ersten Ansätze einer langfristigen, dezentralen Anpassungsstrategie lagen im Mulden-Rigolen-System, das Anfang der 1990er Jahre in mehreren Städten implementiert wurde. Allen Entwässerungskonzepten liegt das Konzept eines integrierten Ansatzes für die Planung und Umstellung der urbanen Entwässerung unter Berücksichtigung des Wasserkreislaufs im gesamten Stadtgebiet zugrunde. Andere Ansätze befürworten Regenwasserabflüsse oberirdisch in offenen Kanälen oder auf den Straßen unter Ausnutzung der vorhandenen Grünflächen. Eine weitere Möglichkeit besteht in der besseren Ausnutzung des im Kanalnetz vorhandenen Rückhalteraums. Bei allen Überlegungen und Konzepten ist jedoch ein Umdenken erforderlich, wobei nicht nur die Siedlungswasserwirtschaft gefordert ist, sondern darüber hinaus ein enges Zusammenspiel zwischen Stadtplanung und Grünflächenplanung erforderlich ist, um optimale Lösungen zu erarbeiten.
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Der Gemeinderat
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Nr. 4
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S. 18-19