Herausforderung demografischer Wandel. Nachhaltige Handlungsstrategien für die Arbeitswelt.

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Braunschweig

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1614-7898

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ZLB: 4-2008/2545

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Abstract

Dass unsere Bevölkerung zunehmend "altert", betrifft auch die Arbeitswelt: Qualifizierte (junge) Fachkräfte werden Mangelware, während ältere Arbeitnehmer als wenig innovativ und leistungsfähig gelten. Angesichts dieses Missverhältnisses, welches sich in einem nominellen und in einem qualifikatorischen Fachkräftemangel ausdrückt, sind Unternehmen bald darauf angewiesen, das Potenzial Älterer zu nutzen bzw. besser nutzbar zu machen. An diese Diagnose müssen sich die aktuellen Handlungsstrategien orientieren. Bei der Analyse der vorherrschenden Kalküle der Unternehmen, des Staates sowie der Arbeitskräfte entsteht jedoch ein zur Problemlage quer liegendes Bild: Kurzfristige Personalplanungen, staatliche Fehlanreize und eine "Ranklotz"- und Verschleißmentalität der Arbeitnehmer stellen derzeit Reaktion auf die demographische Entwicklung dar. Anstelle der unverbunden nebeneinander und zum Teil gegeneinander wirkenden Einzelaktionen bedarf es einer nachhaltig angelegten Gesamtstrategie, die die Handlungsmöglichkeiten alter drei Akteursgruppen in ein Positivleitbild integriert. Zielgerichtet werden hier Strategien entworfen, die auf die beiden Dimensionen des Fachkräftemangels reagieren. Die diversen Ansätze zur Arbeitskrafterhaltung und zur Qualifikationsförderung können nur verwirklicht werden - so wird in Verknüpfung von handlungstheoretischem und systemtheoretischem Ansatz argumentiert -, wenn die Konditionen des Systems Arbeitswelt diese ermöglichen. Grundlegende Veränderungen in der Arbeitszeitgestaltung, beispielweise eine verschleißarme Dekomprimierung von Erwerbsbiografien, öffnen den Handlungskorridor für die zukünftige aktive Gestaltung des demographischen Wandels.

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46 S.

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Forschungsberichte aus dem Institut für Sozialwissenschaften; 77