Agrar- und Ernährungswirtschaft zwischen politischer Steuerung und gesellschaftlicher Akzeptanz. Governance- und Netzwerkstrukturen am Beispiel des Niedersächsischen Kompetenzzentrums Ernährungswirtschaft (NieKE) - Landesinitiative Ernährungswirtschaft.

Loading...
Thumbnail Image

Date

Journal Title

Journal ISSN

Volume Title

Publisher

item.page.orlis-pc

DE

item.page.orlis-pl

Vechta

item.page.language

item.page.issn

item.page.zdb

item.page.orlis-av

item.page.type

item.page.type-orlis

DI
EDOC

relationships.isAuthorOf

Abstract

Die Arbeit befasst sich mit den internen Governance-Prozessen und -Mechanismen eines bedeutenden Netzwerkes der niedersächsischen Agrar- und Ernährungswirtschaft, dem Niedersächsischen Kompetenzzentrum Ernährungswirtschaft - Landesinitiative Ernährungswirtschaft (NieKE - LI EW). Die Empirie basiert auf Verlaufsprotokollen der einzelnen Gremien der Fallstudie sowie umfangreichem Kontextmaterial. Die analysierte Netzwerkhistorie umfasst die Jahre 1999 bis 2015 und ermöglicht die Visualisierung der Netzwerkstrukturen sowie die thematische Rekonstruktion der Netzwerk-internen Diskurse unter spezieller Berücksichtigung des Diskurses rund um das Thema "Tierwohl". Die Analyse der trisektoralen Zusammenarbeit der aus den Sektoren Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft stammenden Netzwerk-Akteure verdeutlicht, dass das NieKE, das seit 2010 als Landesinitiative Ernährungswirtschaft (LI EW) fungiert, ein (historisch bedingt) in Weser-Ems regional verankertes, aber überregional agierendes Branchennetzwerk ist, das eine wichtige Plattform der Artikulation von Interessen darstellt und als Spiegel aktueller Entwicklungen und Herausforderungen der Agrar- und Ernährungswirtschaft dient. Öffentlichkeitsrelevante und konfliktbehaftete Themenfelder beeinflussen dabei die NieKE-internen Diskussionen maßgeblich, was anhand der vertieften Analyse Tierwohl-Diskurses verdeutlicht werden konnte. Der Tierwohl-Diskurs wird vor allem von Akteuren, die dem Bereich der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung nahestehen geprägt (Standing). Dies sind in erster Linie Wissenschaftler aus den Disziplinen Veterinärmedizin, Geographie und Agrarwissenschaften, aber auch Unternehmensvertreter aus der Schlacht- und Geflügelbranche sowie der Agrartechnik. Höhere Tierwohlstandards werden dabei grundsätzlich befürwortet (Positionierung). Darüber hinaus lassen sich die im Tierwohl-Diskurs vertretenen Positionen vornehmlich einem wissenschaftlichen Deutungsrahmen zuordnen (Framing), wobei Berichte über Forschungs- und Projektaktivitäten, welche sich mit Fragestellungen der Tierernährung, -gesundheit, -haltung und -zucht befassen, dominieren.

Description

Keywords

Journal

item.page.issue

item.page.dc-source

item.page.pageinfo

287 S.

Citation

item.page.subject-ft

item.page.dc-subject

item.page.dc-relation-ispartofseries