Soziographie ländlicher Energieprojekte. Eine vergleichende explorative Untersuchung über ländliche partizipative Initiativen zur Entwicklung regionaler Energie-Infrastrukturen mittels regenerativer Energien am Beispiel von sieben Kommunen in einem neuen Bundesland.

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Die "Energiewende" wird in der Arbeit als umfassender gesellschaftlicher Prozess aus soziologischer Perspektive untersucht. Da die Vorreiter der Entwicklung bisher in geographischen und damit auch sozialen Nischen zu finden sind, wurden sieben möglichst weit fortgeschrittene und ambitionierte "Energieregionen" im ländlichen Raum als Fallstudien ausgewählt. Das Paradigma der Energieautarkie oder der 100%-Region wurde dabei als Leitbild eines noch jungen Entwicklungspfades mit Hilfe qualitativer Methoden untersucht. Unter Energieautarkie (oder Energieautonomie) wird das Ziel verstanden, eine Region vollständig durch erneuerbare Energieproduktion mit Wärme und Elektrizität zu versorgen. Dies ist aufgrund der hohen Anforderungen bisher selten vollständig realisiert worden. Die Arbeit beschreibt die Hindernisse, Entwicklungsstufen und typischen Probleme sowie die Faktoren, welche ihre Bewältigung ermöglichen. Im Vergleich der Fallstudien wird ein theoretisches Modell entwickelt, um den Erfolg einzelner Initiativen erklären und in gewissem Umfang vorhersagen zu können. Daraus wird die These abgeleitet, dass sich die technische und ökonomische Infrastruktur erneuerbarer "Energieregionen" langfristig der Sozialstruktur anpasst und die Diffusion weiterer "Energieregionen" vom gegebenen Niveau des Sozialkapitals bedingt wird. Aufgrund der gegenseitigen Abhängigkeit sozialer und technischer Komplexitätsniveaus bedeutet die Energiewende für den ländlichen Raum in erster Linie eine soziale und organisatorische Herausforderung. Die Arbeit beschreibt die verschiedenen Strategien der beteiligten Akteure und ihre Konstellationen.
The energy shift is researched in this study as a broad societal process from a sociological perspective. As cutting edge developments are found in geographical and social niches, seven advanced and ambitious energy-regions were selected in rural areas as case studies. The paradigm of energy-autonomy (or autarky) or the 100% self sustaining region was researched as a yet young developmental path by using qualitative methods. Energy autarky or autonomy is understood as the goal to supply a region completely with heat and electricity from renewable sources. This has rather seldom been completely realised due to its high requirements. This study describes the hindrances, stages of development and typical problems as well as factors which allow to resolve them. A comparision of the case studies results in a theoretical model, to explain the success of single initiatives and partially allow for predictions. The thesis is deduced that the technical and economical infra-structures of renewable energy-regions adapt on the long term to the given social structure. Furthermore the diffusion of the energy-region is caused by the level of social capital. Due to the interdependency of social and technical complexity, the energy shift means for the countryside most of all a social and organisational challenge. This study describes the different strategies of involved actors and their constellations to one another.

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221 S.

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