Die Umsetzung der DLR-Studie in einer lärmmedizinischen Beurteilung für ein Nachtschutzkonzept.
Springer-VDI-Verlag
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Springer-VDI-Verlag
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DE
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Düsseldorf
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0174-1098
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ZLB: 4-Zs 2529
BBR: Z 189
IRB: Z 821
TIB: ZA 4580
BBR: Z 189
IRB: Z 821
TIB: ZA 4580
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Abstract
Das Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) führte zwischen 1999 und 2004 umfangreiche Studien zum Einfluss von Nachtfluglärm auf den Schlaf durch. Die Ergebnisse der Feldstudie wurden vom Regierungspräsidium Leipzig im Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau des Verkehrsflughafens Leipzig/Halle dazu genutzt, ein Nachtschutzkriterium aufzustellen. Der Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle zu einem Frachtdrehkreuz wird durch eine hohe Anzahl prognostizierter nächtlicher Flugbewegungen mit starken Belastungen der betroffenen Bevölkerung einhergehen und erfordert entsprechend wirksame Schutzkriterien. In dem Beitrag werden Methodik und Ergebnisse der DLR-Feldstudie beschrieben. Besondere Beachtung findet der Zusammenhang zwischen dem Maximalpegel eines Fluggeräuschs und der Wahrscheinlichkeit aufzuwachen. Die in der Feldstudie so ermittelte Dosis-Wirkungsbeziehung wird dazu genutzt, wirkungsbezogene Schutzzonen auszuweisen, die sich von den bisherigen Schutzzonen, welche allein auf akustischen Kriterien beruhen, qualitativ und quantitativ unterscheiden. Es wird diskutiert, warum NAT- und Leq-Kriterien auch in ihrer Kombination nur bedingt dazu geeignet sind, die Wirkungen von Nachtfluglärm auf den Schlaf adäquat zu beschreiben. Das auf den Ergebnissen der DLR-Feldstudie beruhende Nachtschutzkonzept für den Flughafen Leipzig/Halle wird vorgestellt und begründet: (1) im Mittel soll weniger als eine zusätzliche Aufwachreaktion pro Nacht durch Fluglärm hervorgerufen werden, (2) erinnerbares Erwachen soll möglichst vermieden werden, (3) das Wiedereinschlafen soll trotz Fluglärm möglichst wenig beeinträchtigt sein. Präventivmedizinische Maßnahmen zur Kompensation einer eingeschränkten Bevölkerungsrepräsentativität der untersuchten Feldstudienpopulation werden ausführlich diskutiert. difu
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Zeitschrift für Lärmbekämpfung
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Nr. 4
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S. 109-123