Klebstoff für den Staub. Eine spezielle Salzmischung soll die Luft verbessern.

Deutscher Fachverl.
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Deutscher Fachverl.

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Frankfurt/Main

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0933-3754

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ZLB: 4-Zs 5887
BBR: Z 551

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Abstract

Baden-Württemberg geht einen neuen Weg bei der Bekämpfung der Luftschadstoffbelastung. Die Landeshauptstadt Stuttgart startete im Januar 2010 einen durch die Landesanstalt für Umwelt, Messung und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) begleiteten Versuch zur Feinstaubbekämpfung, der in dem Beitrag vorgestellt wird. Mit Calcium-Magnesium-Acetat (CMA) soll der Feinstaub auf den Straßen gebunden werden. CMA ist eine Lösung von Calcium- und Magnesiumacetat in Wasser, die umweltfreundlich als Taumittel im Winterdienst und aufgrund seiner molekularen Struktur auch zum Binden von Feinstaub geeignet ist. Erste Praxisvoruntersuchungen in Stockholm, Klagenfurt und Halle an der Saale haben gezeigt, dass die Wiederaufwirbelung von Feinstaub reduziert werden kann, sofern die Lösung alle zwei Tage auf der Straße ausgebracht wird. In Stuttgart wird der Versuch vom Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) durchgeführt. Während des Versuchszeitraums wird das CMA alle 48 Stunden jeweils vor dem morgendlichen Berufsverkehrauf einer Versuchsstrecke auf die komplette Fahrbahn aufgetragen. Das CMA hat einen leichten Essiggeruch, von dem aber keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Gefahren ausgehen. CMA ruft auch keine Korrosionsschäden an Fahrzeugen hervor, die Autofahrer müssen lediglich mit feuchten Fahrbahnverhältnissen auf der Teststrecke rechnen. Nach Abschluss des Versuchs wird über die Eignung des CMA zur Feinstaubminderung auch auf anderen Stuttgarter Straßen entschieden. Der dauerhafte Einsatz von CMA würde den seit 2006 bestehenden Aktionsplan der Stadt Stuttgart zur Lufteinhaltung um eine weitere Maßnahme ergänzen. Zu den bisherigen Maßnahmen gehört die Einrichtung einer Umweltzone mit einem Fahrverbot für Fahrzeuge der Schadstoffkategorie 1 und einem Durchfahrtsverbot für Lastkraftwagen.

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Entsorga-Magazin

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Nr. 1/2

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S. 31

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